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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Projekt 50 · Riga-Klasse

KSS „Karl Marx“

Küstenschutzschiff des Projektes 50 (Riga-Klasse), Bau-Nr. 50/2, am 15. Dezember 1956 in Saßnitz in Dienst gestellt und am 31. August 1976 außer Dienst gestellt.

Klasse
Riga-Klasse (NATO) · Projekt 50
Typ
Küstenschutzschiff; in der sowjetischen Seekriegsflotte als Wachschiff (SKR) geführt
Bordnummern
1-62, 501, 601, 102, 122, 142
Sowjetischer Name / Baunummer
„Sobol“ (Zobel) nach Teil 6; in Teil 5 wird das zweite 1956 übernommene Schiff als „Tur“ (Auerochse) bezeichnet, sowjetische Baunummer 111; Schiffbau-Nr. S-111; deutsche Bau-Nr. 50/2
Bauwerft
Kiellegung 27. September 1952, Werft Nr. 820 in Kaliningrad
Stapellauf
5. November 1953; Übernahme durch die sowjetische Seekriegsflotte 13. Oktober 1954; Dienst in der Baltischen Flotte ab 22. Oktober 1954 bis 1956
Indienststellung
15. Dezember 1956 in Saßnitz
Außerdienststellung
31. August 1976
Verbleib
Diente nach der Außerdienststellung zeitweilig als Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.
Stützpunkt
Saßnitz; mit Verlegung der Abteilung im Oktober 1965 Warnemünde
Verband
6. Flottille (1956–1959), KSS-Brigade (ab 1. Januar 1960), Selbständige KSS-Abteilung (ab 31. Dezember 1961), ab Oktober 1965 unter der 4. Flottille

Geschichten und Beiträge

43 Beiträge
  • Helmut BergerEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21956–1957Projekt 50

    Der erste Kommandant des KSS 1-62 (später „Karl Marx“) erinnert sich an zwei Vorfälle aus der Anfangszeit der Küstenschutzschiffe 1957: den ersten Übungstorpedoschuß der Volksmarine, bei dem der Torpedo im Schlick steckenblieb, und einen vermeintlichen Sprengkörper an Bord, der sich als vergessener sowjetischer Imitationskörper entpuppte.

  • Siegfried PrinzEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21956–1977Projekt 50

    Der ehemalige Wachingenieur und Leitende Ingenieur Siegfried Prinz beschreibt die Dampfturbinen-Antriebsanlage, die Kessel-, Elektro- und Pumpenanlage sowie die Personalstruktur des Gefechtsabschnitts V (GA-V) auf den KSS Projekt 50. Anekdoten über Heizölübernahme, Verdampferklopfen und Kesselfegen sowie die Kommandotabelle des Seeklarmachens im GA-V ergänzen die technische Beschreibung.

  • Lothar Kolditz, Fritz NaumannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21961–1962Projekt 50

    Lothar Kolditz erinnert sich an die einjährige Werftliegezeit der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ zur Modernisierung in der sowjetischen Marinewerft Kronstadt 1961/62: die schwierige Überführung, Dienst und Alltag im Trockendock, Verpflegung, Freizeit, Exkursionen nach Leningrad und die Begegnungen mit der Bevölkerung. Fritz Naumann ergänzt Episoden über Sprachprobleme („Karl Murks“), die Organisation der ersten Leningrad-Exkursion und die Kuba-Krise 1962. Eine Anlage listet die ganzjährig in Kronstadt eingesetzten Offiziere und Meister beider Schiffe auf.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Bei einem Flottenmanöver soll das KSS „Karl Marx“ auf das Stichwort „Atomschlag“ einen Ausfall imitieren. Als der Kommandant beim Abfragen der Befehlsstände das Stichwort selbst ausspricht, löst der Leitende Ingenieur im Lärm des Turbinenraumes verfrüht die gesamte Einlagenkette aus.

  • Ulrich MädelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31951–1974Projekt 50

    Ulrich Mädel, erster Leitender Ingenieur des KSS 1-61 (später „Ernst Thälmann“), erinnert sich an seinen Weg vom Reichsbahn-Lehrling über die Seepolizei-Offiziersschule und das Schulschiff „Ernst Thälmann“ zur Übernahme der Küstenschutzschiffe Projekt 50 im Dezember 1956. Er beschreibt Technik und Bewaffnung des Projektes 50, die Übernahme der Schiffe von der sowjetischen Besatzung, den Dienst in Saßnitz und Warnemünde sowie seine spätere Laufbahn in den Rückwärtigen Diensten der 6. Flottille bis zur Entlassung 1974.

  • Ulrich Mädel, Horst WilhelmEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31958, 1968Projekt 50

    Zwei Berichte über Brände auf Küstenschutzschiffen Projekt 50 in Friedenszeiten: Ulrich Mädel schildert als damaliger Leitender Ingenieur den Turbinenraum-Brand auf KSS 1-61 am 8. April 1958 in Saßnitz, bei dem während der Heizölübernahme Masut aus einem verstopften Peilrohr austrat, sowie Ursachen, Brandbekämpfung und Folgen. Horst Wilhelm beschreibt den Brand im Hilfsmaschinenraum der „Karl Marx“ 1968 im Stützpunkt Warnemünde, ausgelöst durch tropfenden Diesel auf eine heiße Abgasleitung.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 31962Projekt 50

    Während der Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ 1962 in Kronstadt galt für Matrosen und Maate beim Landgang Alkoholverbot. Stabsmatrose Lifka wurde wegen seines heruntergezogenen Augenlids mehrfach vom sowjetischen Streifendienst als vermeintlich Betrunkener aufgegriffen, bis der Sicherheitsoffizier Kapitän Michailow die Sache klärte.

  • Armeerundschau, Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 41959–1968Projekt 50

    Drei Auszüge aus alten Zeitungen und Zeitschriften: Die „Armeerundschau“ 10/59 über den Einsatz von Soldaten und Matrosen bei der Störtebeker-Ballade in Ralswiek, die „Armeerundschau“ 12/60 über die Flottenparade zur Namensverleihung „Volksmarine“ am 4. November 1960 mit Ehrensalut des KSS 401, und die Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“ über die Außerdienststellung des Patenschiffes KSS „Karl Liebknecht“ am 1. Oktober 1968.

  • Ulrich MädelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41960er JahreProjekt 50

    Ulrich Mädel erläutert anhand eines Fotos des KSS 1-62 (spätere „Karl Marx“) mit stark qualmendem Schornstein die Ursachen unvollständiger Heizölverbrennung in der Kesselanlage der KSS Projekt 50 und die Aufgaben des Gasten am Kesselfahrstand. Ergänzt um zwei Fotos aus dem Turbinenraum (Steuerbord- und Backbord-Turbinenfahrstand).

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 41961Projekt 50

    Beim inoffiziellen Besuch der „Karl Marx“ in Baltijsk im Frühjahr 1961 unter Vizeadmiral Verner platzt der heimlich an Bord gehaltene Bordkater Felix mitten in das Begrüßungszeremoniell für die sowjetische Admiralität, indem er von einem illegalen Landgang zurückkehrend über die Stelling stolziert. Der Kater muss von Bord und wird einem sowjetischen Jungen geschenkt.

  • AmüsantesBroschüre Teil 41960er JahreProjekt 50

    Fortsetzung der kurzen Messe-Anekdoten aus Teil 3: Ausrutscher des PV Karl Bibow auf der „Karl Marx“, der beleibte Abteilungsingenieur „Papa“ Gerhard Wehrend bei der Kesselinspektion, als Neuerer-Verantwortlicher und bei Störungen in der Antriebsanlage, das mit Unterwasseranstrich versehene Auto des Oberbootsmanns Kupfer sowie E-Meister Udo Hoppes Katzenbraten.

  • Dieter Sperling, Siegfried PrinzAmüsantesBroschüre Teil 41963Projekt 50

    Im Herbst 1963 laufen „Karl Marx“ und „Ernst Thälmann“ bei stürmischem Südwind in den engen Saßnitzer Hafen ein. Kapitänleutnant Ebert bringt die „Ernst Thälmann“ mit „Beide AK voraus“ durch das Nadelöhr, reißt dabei vier Dalben aus und bohrt den Bug in die Holzpier, meldet aber ungerührt „Schiff fest!“. Siegfried Prinz ergänzt, wie das Splitterholz vor einem hohen Besuch verschwand.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 41966Projekt 50

    Im Januar 1966 kollidiert das KSS „Karl Marx“ beim Auslaufen aus dem Pinnegraben im Warnemünder Seekanal mit einem Minol-Binnentanker, dessen Abdruck im Vorsteven dem Schiff den Spitznamen „Lachende Fregatte“ einbringt. Das Arbeitsfloß der Neptunwerft-Arbeiter, in der Mittagspause direkt unter den Außenbordsöffnungen der Toiletten vertäut, wird anschließend übel „verziert“.

  • Manfred Kretzschmar, Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Manfred Kretzschmar und Hans Steike rekonstruieren die Unterstellung, den Status des Truppenteils und die häufig wechselnden Bordnummern der Küstenschutzschiffe Projekt 50 von der Gründung der Seestreitkräfte 1956 bis zum Ende der Volksmarine 1990. Der Beitrag enthält die Anordnungen zur Flottillenbildung 1956, die Führungen von 6. Flottille, KSS-Brigade, SKSSA, KSSA und 4. KSS-Brigade sowie eine chronologische Übersicht aller Bordnummern der vier Schiffe.

  • Dieter SperlingEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51961Projekt 50

    Dieter Sperling schildert die dramatische Überführung der KSS „Karl Marx“ und „Ernst Thälmann“ Ende 1961 nach Kronstadt zur Modernisierung. Nach Ausfall des Verdampfers auf der „Karl Marx“ brachen im Sturm zweimal die Schleppverbindungen, das Schiff trieb auf die Klippen der Untiefe „Kasachewitsch“ zu und wurde nur durch den ausgebrachten Anker gerettet, bevor der Schlepper „Wismar“ es in eine Bucht vor einem geheimen sowjetischen Stützpunkt brachte.

  • Bernd KulbeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51978–1980Projekt 1159

    Bernd Kulbe, Kommandant des KSS „Berlin“ (142), berichtet über seine Erfahrungen mit dem Fla-Raketenkomplex OSA-M: das Ausbildungsschießen auf dem sowjetischen Schiff „Delphin“ in Poti 1979, bei dem plötzlich zwei MiG-21 im Schießgebiet auftauchten, und den Raketenschießabschnitt in Baltijsk 1980, bei dem sich herausstellte, dass die Raketen der „Berlin“ wegen falsch eingestellter Leitfrequenzen seit Indienststellung ungelenkt geflogen wären. Mit Beschreibung des Zusammenwirkens mit dem polnischen Zerstörer „Warszawa“ und der beobachtenden Bundesmarine-Fregatte.

  • AmüsantesBroschüre Teil 51960er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Vier kurze Anekdoten aus den Offiziersmessen: die vergoldete Pistole, die Janos Kadar 1966 Kommandant „Brummi“ Fröhlich schenkte und die in der Waffenkammer des Kommandos verschwand; ein Artillerieschießen mit verlegtem Treffpunkt, bei dem die Salven des Schwesterschiffs zwischen Brücke und Mast hindurchsausten; Fritz Naumanns Schießen auf den Schlepper statt auf die Scheibe; und wie das Vereinte Geschwader dank polnischer Aufklärung die Raketenschnellboote der Volksmarine „erledigte“.

  • Hartwig NiemannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61956–1959Projekt 50

    Hartwig Niemann, Matrose und Kesselgast der ersten Stunde, schildert seine Dienstzeit 1956 bis 1959 auf dem KSS 1-61: die Kesselanlage mit technischen Daten, Wartung und Alarmdienst, Landgang in Saßnitz, den ersten Auslandsbesuch in Gdynia 1957 mit dem erstmaligen Setzen der Dienstflagge, die Fahrt nach Baltijsk, das „chinesische Jahr“ sowie die Menschen an Bord wie Kommandant Hollatz, Oberbootsmann Füldner und Obermaat Lück.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61958–1962Projekt 50

    Ulrich Korn denkt zum 50. Jahrestag der NVA über den Sinn des Dienstes in der Volksmarine nach und erzählt zwei Episoden: die Dreharbeiten der DEFA für „Das Lied der Matrosen“ mit Kurt Maetzig auf KSS 1-62 im Sommer 1958 samt dem geborgenen Stockanker, sowie den improvisierten Einsatz der „Friedrich Engels“ zur Manöverabschlussparade in Szczecin 1962, bei dem das Schiff mangels Geschirr kein Bankett ausrichten konnte.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61964–1985Projekt 50Projekt 1159

    Hans Steike blickt anhand seiner Fotoalben auf 18 Jahre Dienst bei den Küstenschutzschiffen zurück: Waffenleitoffizier auf der „Karl Marx“, GA-II-Kommandeur auf der „Friedrich Engels“, I. Wachoffizier, Studium an der Militärakademie, Stabschef und ab 1981 Chef der KSS-Abteilung bzw. der 4. KSS-Brigade. Er beschreibt die Außerdienststellung der Projekt-50-Schiffe, die Einführung der KSS Projekt 1159 mit Lehrgängen in Baku und Praktika in Poti, die Gemeinsamen Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten, Manöver, Flottenbesuche und die Motive für seinen Dienst.

  • Lothar Winter, Die RedaktionEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61970er JahreProjekt 50

    Fortsetzung der Rubrik „Besondere Vorkommnisse“ aus Teil 5. Lothar Winter berichtet, wie eine fehlerhafte Verpflegungsabrechnung der Neptunwerft während der Generalüberholung der „Karl Marx“ zu Disziplinarstrafen und Regress führte und wie er sich bis zum Chef der Volksmarine, Admiral Ehm, beschwerte. Dazu eine Richtigstellung zur angeblichen Fahnenflucht eines Obermeisters.

  • Bernd Kulbe, Klaus GeruschkeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61979–1981Projekt 1159

    Der erste Kommandant Bernd Kulbe und sein Politstellvertreter Klaus Geruschke gehen der Frage nach, wann und ob das am 10. Mai 1979 in Dienst gestellte KSS „Berlin“ offiziell in „Berlin – Hauptstadt der DDR“ umbenannt wurde. Anhand von Glückwunschschreiben, Presseberichten, dem Flottenbesuch in Tallinn 1979, dem Delegationsbesuch in Berlin und dem aus Münzlegierung gefertigten Namensschild zeichnen sie die widersprüchliche Namensverwendung nach.

  • Ulrich MädelAmüsantesBroschüre Teil 61956/2006Projekt 50

    Ulrich Mädel, Fregattenkapitän (Ing.) a. D., gratuliert in einer humorvoll formulierten Grußadresse allen ehemaligen Maschinisten der KSS 1-61 und 1-62 zum 50. Jahrestag der Indienststellung am 15. Dezember 1956 in Saßnitz.

  • Ulrich KornAmüsantesBroschüre Teil 61956–1957Projekt 50

    Drei Episoden um den stillen sowjetischen Berater Ognjew, der nach der Indienststellung der ersten beiden KSS an Bord half: sein geheimnisvolles Köfferchen mit Proviant, seine Reaktion auf die Notverpflegung während der ersten Fahrt nach Saßnitz und ein unfreiwilliges Erlebnis unter dem „Wackeltopp“ bei schwerer See.

  • Helmut Bechert, Manfred Kretzschmar, Hans SteikeLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 61962–1986Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert belegt mit Auszügen aus den Anordnungen AO 77/62, AO 14/63 und AO 44/86 des Chefs der Volksmarine die Systematik der Bordnummern der Küstenschutzschiffe (401/601/502/702, 101–104, 121–124) und die Einführung der KSS-Ränge 1986. Manfred Kretzschmar und Hans Steike antworten mit Definitionen der Begriffe „Bordnummer“ und „taktische Nummer“ sowie Auszügen aus der Bordnummerordnung von 1968 einschließlich der vorgeschriebenen Ziffernmaße für KSS.

  • Karl-Heinz KremkauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71967Projekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, damals Stabschef der KSS-Abteilung und Leiter des U-Jagd-Abschnitts, schildert die Orkanfahrt vom 17. zum 18. Oktober 1967 aus Sicht der Führung auf dem Führerschiff 124. Nach Abbruch der Übung südlich Bornholm gerät der Verband mit drei KSS in den stärksten Sturm der Ostsee seit 1801; auf Schiff 122 fällt der Verdampfer aus. Er zitiert Lothar Winters Erlebnisbericht aus Heft 1, beschreibt das Ankern in der Prorer Wieck, die Rückkehr nach Warnemünde und die fehlende Würdigung der seemännischen Leistung. Bitter äußert er sich über politische Bevormundung und die Bespitzelung durch das MfS.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 71958–1960Projekt 50

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 über Unterstellung, Truppenteil-Status und Bordnummern der KSS Projekt 50 mit Belegen aus Befehlen und Organisationsanordnungen der Seestreitkräfte von 1958: die Umnummerierung der Schiffe auf dreistellige Bordnummern, die Auflösung der 3. Flottille, den Stützpunkt Saßnitz und die für 1959 geplante 6. KSS-Abteilung. Die Redaktion klärt durch Befragung der Kommandanten Kretzschmar und Dembiany, dass es vor der Brigadebildung 1960 keine KSS-Abteilung gab.

  • Karl-Heinz KremkauAmüsantesBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, neuer Kommandant des KSS 123, stellt seinen frisch blau-weiß lackierten Wartburg beim Munitionsabrüsten in Saßnitz direkt am Liegeplatz ab und ignoriert die Warnung des Diensthabenden Günter Senf. Während des Haarschnitts beim Deutschen Jugendmeister des Friseurhandwerks wird das Auto von einem LKW G 5 zerdrückt; die Versicherungsfrage „KSS gegen Stützpunkt“ entscheidet der Abteilungschef Kretzschmar zu seinen Gunsten.

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 81969Projekt 50

    Dieter Sperling, 1969 Stabschef der KSS-Abteilung, erzählt, wie das Aufklärungsschiff „Oste“ der Bundesmarine bei einer Inspektion ein Seezielschießen der KSS störte und durch gezieltes Einnebeln mit Kesselqualm sowie ein Luftzielschießen vertrieben wurde. Jahre später traf er den damaligen Kommandanten der „Oste“ als Angelkutter-Eigner wieder.

  • Klaus MartinAmüsantesBroschüre Teil 81977Projekt 1159

    Klaus Martin, damals Oberleutnant der künftigen Besatzung des KSS „Rostock“, berichtet ausführlich vom Ernteeinsatz im Herbst 1977 bei der LPG Pflanzenproduktion Broderstorf. Etwa 20 Matrosen waren im ehemaligen Gasthaus von Fienstorf untergebracht, halfen bei Stroh-, Mais- und Kartoffelernte, transportierten Einkellerungskartoffeln nach Rostock und erlebten Discoabende, eine selbst organisierte Feier zum 7. Oktober und allerlei Disziplinprobleme, bis der Einsatz Mitte Oktober endete.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1990Projekt 50Projekt 133.1

    Zweiter Teil der Geschichte von Saßnitz als Marinestützpunkt: von der Seepolizei und Volkspolizei-See über die Seestreitkräfte bis zur Volksmarine. Beschrieben werden Stationierungen, Strukturen, Katastrophen wie die Strandung des MLR 6-33 und der Brand auf KSS 1-61, die Baubelehrung und Indienststellung der ersten KSS Projekt 50 sowie die Präsenz von Grenzbooten, Werft und sowjetischen Einheiten bis 1990.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1972Projekt 50

    Dieter Liebenau schildert seinen Lebensweg von der Kindheit in Berlin-Neukölln über Flucht, Nachkriegszeit und den Umzug nach Ostberlin bis zur Nachrichtenoffizierslaufbahn bei der VP-See. Als Nachrichtenoffizier im Stützpunkt Saßnitz, dann als Kommandeur GA IV auf KSS 601 und 701 und später als FTO der KSS-Abteilung erlebte er die prägenden Jahre seiner Dienstzeit.

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 91962Projekt 50

    Während der Modernisierung der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ in Kronstadt 1962 liefen zwei Zerstörer der Nordmeerflotte ein, die einen echten Braunbären als Maskottchen an Bord hatten. Dieter Sperling erzählt von den beiden illegalen Landgängen des Bären – am Wachturm der geschlossenen Stadt und im Bäckerladen.

  • Karl-Heinz Kremkau, Lothar WinterAmüsantesBroschüre Teil 91967Projekt 50

    Zwei Beiträge zum selben Vorfall während der Flottenübung „Taifun“ im August 1967: Ein dänischer Zigaretten- und Schnapsschmuggler wurde von der „Friedrich Engels“ und danach von der „Karl Marx“ gestoppt – und musste auf Anweisung der 6. Grenzbrigade Küste wieder laufen gelassen werden. Karl-Heinz Kremkau erzählt als Stabschef der KSS-Abteilung, Lothar Winter als Kommandant der „Karl Marx“.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 91959–1971Projekt 50Projekt 1159

    Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 anhand zeitgenössischer Anordnungen des Chefs der SSK bzw. CVM: die Gruppeneinteilung der KSS-Brigade 1959 in Kampfkern und Kampfreserve, die Unterstellung unter die 1. Flottille 1961, die Status-Veränderung 1962 mit sowjetischen Schiffbau-Nummern sowie die Umbenennung in 4. KSS-Abteilung 1971.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 10Ende der 1950er/Anfang der 1960er JahreProjekt 50

    Dieter Liebenau beschreibt den 24-Stunden-Dienst des Diensthabenden des Schiffes (DHS) auf den KSS Projekt 50 Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre: Zusammensetzung der Schiffswache, Armbinde und Pistolentasche, Tagesablauf von der Dienstübernahme um 16.00 Uhr über Flaggenparade, Landgangsmusterungen, Nachtwache, Frühsport und Morgenmusterung bis zur Übergabe am nächsten Tag.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101958Projekt 50

    Ulrich Korn erinnert sich an den Beginn seiner KSS-Zeit 1958 als Kommandeur des GA-I auf KSS 1-62: die Positionslaternen-Episode mit dem sowjetischen Berater, das rätselhafte Verschwinden des GA-IV-Kommandeurs „Seppel“ Leder in einem Spionagefall, das ungeplante Bankett beim sowjetischen Standortältesten in Rostock am Tag der Sowjetarmee und die Feier zum Tag der NVA mit „Kuddel“ Hollatz im „Haus der Armee“.

  • Klaus MartinEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101980Projekt 1159

    Klaus Martin schildert den Arbeitseinsatz von Besatzungsteilen des KSS „Rostock“ und Flottenschülern aus Parow im Rostocker Überseehafen im Herbst 1980, als wegen der Streiks in Polen zusätzliche Schiffe in DDR-Häfen gelöscht wurden: Bananenumpacken, Sackgut, Schüttgutpier und das nächtliche Umladen von „Radeberger Export“ für Aden.

  • AmüsantesBroschüre Teil 101950er–1960er JahreProjekt 50

    Sammlung kleiner Anekdoten aus den Offiziersmessen der KSS: die versehentlich gebunkerte Diesellieferung der MLR in Sassnitz, das Auflaufen der „Ernst Thälmann“ auf die Mole während Fernsehaufnahmen, Kurt Urmoneits „Relings-Wache“, die Polsterei, die vom Ulbricht-Besuch vorab wusste, das gestohlene Schaf der LPG Samtens und der LI beim Manöver „Mann über Bord“.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 101971Projekt 50

    Helmut Bechert erläutert die Hintergründe der Umbenennung des KSS-Truppenteils in 4. KSSA und der letzten Bordnummer-Änderung auf 141 und 142 am 1. Dezember 1971: den Ministerbefehl 150/71 zur Bezeichnung und taktischen Nummerierung in der NVA, die gleichzeitigen Umbenennungen anderer Verbände der Volksmarine und die Regelungen zu Truppenfahnen und Fahnenschleifen.

  • Dieter GaasenbeekEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111960–1963Projekt 50

    Zweiter Teil der Erinnerungen von Dieter Gaasenbeek, der 1960 bis 1963 auf dem KSS „Friedrich Engels“ diente. Er berichtet von seiner Nebenfunktion als Offiziersbackschafter (Pantry) und der Gemeinschaftskasse der Offiziere, vom Besuch Walter Ulbrichts und seiner Frau Lotte an Bord, von drei Tagen Arrest in Prora wegen eines verbotenen Fotoapparats, von seiner Tätigkeit als Filmvorführer und vom gewöhnlichen Tagesablauf an Bord eines KSS Projekt 50.

  • Lothar WinterEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111960er–1970er JahreProjekt 50

    Lothar Winter, ehemaliger Kommandant des KSS „Karl Marx“, erzählt drei Episoden: die Kollision mit einem unbekannten Unterwasserhindernis (einem alten Betonanker) im Stützpunkt Warnemünde Anfang der siebziger Jahre, eine Such- und Rettungsaktion für einen über Bord gegangenen Koch eines polnischen Frachters nordwestlich von Hiddensee – mit kritischen Anmerkungen zu fehlenden UKW-Kanal 16, MERSAR und internationalen Notverkehrsregeln in der Volksmarine – sowie den Besuch von Richard Sorges Funker Max Christiansen-Clausen an Bord und spätere Begegnungen mit der Geschichte der Gruppe Sorge in Kobe und Bad Oldesloe.

  • Dieter BallwanzAmüsantesBroschüre Teil 111986Projekt 1159Projekt 133.1

    Dieter Ballwanz, Kochinstrukteur im Verpflegungsdienst der 4. Flottille, gibt Tagebuchnotizen vom Spezialschießabschnitt in Baltijsk vom 5. bis 19. Juli 1986 wieder: Verpflegungsübergaben an die Schiffe, Bierbedarfsrechnung für 260 Mann, Einkaufswünsche der Daheimgebliebenen, Sauwetter ohne Auslaufen, Empfänge für Chefs und Kommandanten, ein Streit um Strichlisten auf dem Gefechtsversorger E-41 und der Besuch des Chefs der Volksmarine. Mit einer Anmerkung der Redaktion zur Sonderstellung von Fritz Schmökel.

Aus der Ereignistafel

Gesamte Chronik

1956

Befehl 205/56 des Chefs der SSK. Demnach ist ab Ausbildungsjahr 1956/57 in den SSK eine neue Struktur einzuführen. Unter Buchstabe F wird eine 6. Flottille genannt, der u. a. 2 KSS (1-61 bis 1-62) zu unterstellen sind.

Überfahrt nach Saßnitz, gleichzeitig Fahrterprobung mit kurzer AK-Fahrt Indienststellung der ersten beiden KSS Projekt 50 in Saßnitz: Bau-Nr. 50/1 mit Bord-Nr. 1-61 (später „Ernst Thälmann“) und Bau-Nr. 50/2 als 1-62 (später „Karl Marx“). Die Schiffe sind den Stoßkräften der Seestreitkräfte zugeordnet und dem Stab der damaligen 6. Flottille in Saßnitz unterstellt. Andere Quellen nennen die Indienststellung in Warnemünde (Pinnegraben) und sofort danach die Verlegung nach Saßnitz.

1957

Erstes Hauptkaliberschießen und Schuss des ersten Torpedos der SSK der DDR durch KSS „Karl Marx“

1958

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 1958/59 erhalten die KSS neue Bordnummern: 1-61 ändert sich in 401 und 1-62 in 501

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer einlaufenden Flottenparade in Rostock-Warnemünde teil.

KSS „Karl Marx“ ist Flaggschiff eines Verbandes der Volksmarine, der unter Leitung von Vizeadmiral Verner an der Woche des Meeres in Gdynia teilnimmt.

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer gemeinsamen taktischen Übung der sozialistischen Ostseeflotten teil.

1960

Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Willi Stoph Stoph, wurde die KSS-Brigade (KSSBr) aufgestellt. Der Chef der KSSBr untersteht zeitweise direkt dem Chef der SSK. Mit Brigadebildung ändern sich erneut die Bordnummern: 50/1 behält Bordnummer 401, 50/2 erhält 601, 50/3 die Nummer 502 und 50/4 die Nummer 702.

Teilnahme von 3 KSS (Schiff „Karl Marx“ in der Werft) an einer Flottenparade im Greifswalder Bodden anlässlich der Namensverleihung „Volksmarine" an die Seestreitkräfte der DDR durch den Minister für Nationale Verteidigung, Generaloberst Heinz Hoffmann. Das Flaggschiff des Verbandes ist das KSS „Ernst Thälmann“. KSS „Friedrich Engels“ schießt Ehrensalut.

1961

Verleihung der Ehrennamen an die vier KSS in Saßnitz bei Anwesenheit von Rosa Thälmann, der Witwe Ernst Thälmanns: 50/1: Bord - Nr. 401: „Ernst Thälmann“; 50/2: Bord - Nr. 601: „Karl Marx“ 50/3: Bord - Nr. 502: „Karl Liebknecht“; 50/4: Bord - Nr. 702: „Friedrich Engels“. Da sich das KSS „Karl Liebknecht“ seit Anfang Januar in der Werft befindet, nimmt dessen Kommandant, Kapitänleutnant Wittrien, das Namensschild in Saßnitz in Empfang.

Bei der Überfahrt von Saßnitz zur Neptunwerft in Rostock kollidiert das KSS „Karl Marx“ im dichten Nebel mit dem norwegischen Tanker „Viebran“. Der Wachoffizier des Schiffes hatte kurzzeitig die Brücke verlassen, um persönlich den Kommandanten über die Wetterverschlechterung zu informieren. In diesem Moment tauchten die Lichter des norwegischen Tankers auf. Rätselhaft blieb, warum der Kollisionsgegner nicht auf dem Bildschirm der Station „Don“ ausgemacht wurde.

Der GA IV des KSS „Karl Marx“ wird als „Bester Gefechtsabschnitt“ der Volksmarine ausgezeichnet.

Überfahrt der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ zur Modernisierung nach Kronstadt

1962

Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und der „Karl Marx“ in Kronstadt. Die Schiffe erhalten den neuen Gittermast. Modernisiert wird die Ortungstechnik und die UAW-Bewaffnung.

Die Kampfschiffe der Volksmarine erhielten eine neue Nummerierung nach Typkräften. Ab diesem Zeitpunkt führten die KSS immer mit 100 beginnende Nummern: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 101; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 102; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 103; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 104.

1963

Mit der erneuten Formierung einer 6. Flottille als Verband der Stoßkräfte wird die SKSSA dieser Flottille unterstellt. Am Gründungsappell nehmen auch die beiden modernisierten KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ teil.

Navigationsbelehrungsfahrt der „Ernst Thälmann“ und der „Karl Marx“ über Pfingsten. Die Route führt durch den Öresund entlang der schwedischen und norwegischen Küste bis Kap Lindesnaes und weiter mit Südkurs die dänische Küste entlang bis zum Feuerschiff Esbjerg. Nach Versorgung in der Jammerbucht erfolgt der Rückmarsch durch den Großen Belt.

Teilnahme der Schiffe „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ an der gemeinsamen Übung „Flut-63“ in der VR Polen

1964

Teilnahme der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ an den Feierlichkeiten zur „Woche des Meeres“ der PSKF

Teilnahme von KSS an der einlaufenden Flottenparade zum 15. Jahrestag der DDR in Rostock-Warnemünde. Das Schiff „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.

Zum Abschluss des Ausbildungsjahres 1963/64 zeichnet der Minister für Nationale Verteidigung das KSS „Karl Marx“ als „Bestes Schiff“ und mit der Verdienstmedaille der NVA in Bronze aus. Die GA III und V des KSS „Ernst Thälmann“ werden von ihm als „Beste Gefechtsabschnitte“ ausgezeichnet.

1965

Der sowjetische Kosmonaut Oberst Pawel Beljajew ist Gast auf dem KSS „Karl Marx“

Verlegung der SKSSA von Saßnitz nach Warnemünde. Führungswechsel von der 6. auf die 4. Flottille. Der Truppenteil wird nicht mehr als „selbständige“ sondern nur noch als KSSA geführt. Der Truppenteil-Status bleibt erhalten. Die Bordnummern ändern sich wie folgt: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 121; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 122; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 123; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 124.

1966

Beim Auslaufen aus dem Pinnegraben kollidiert das KSS „Karl Marx“ im Warnemünder Seekanal mit einem Minol-Binnentanker und einer Motor-Klappschute. Der Steven des KSS wird eingedrückt. Die Reparatur erfolgt durch die Neptun-Werft im Stützpunkt Warnemünde

In Begleitung von E. Honecker besichtigt eine ungarische Partei- und Regierungsdelegation unter Leitung von Janos Kadar von KSS „Karl Marx“ aus Vorführungen der Volksmarine in See. Die „Karl Marx“ wird durch die „Ernst Thälmann“ begleitet.

Navigationsbelehrungsfahrt der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ in die Nordsee. Das Überschreiten des Nullmeridians wird mit einer zünftigen Meridiantaufe begangen.

1967

Anläßlich des 50. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution beteiligen sich die KSS „Karl Marx“ und „Karl Liebknecht“ an einer Flotten-Parade in Leningrad.

1968

KSS „Karl Marx“ überführt eine Arbeitsgruppe des Kommandos der VM unter Leitung des Chefs des Stabes, Konteradmiral Streubel, nach Baltijsk. Aufgabe der Gruppe: Vorbereitung des Manövers „Sewer“

Die KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ sind Teilnehmer einer stehenden Flottenparade aus Anlass des 50. Jahrestages der Novemberrevolution.

1971

KSS „Karl Marx“ nimmt als darstellende Kraft an der KSÜ „Sojus 71“ teil. Von Bord des KSS „Karl Marx“ aus beobachten E. Honecker, Armeegeneral Hoffmann, Vizeadmiral Ehm u. a. Persönlichkeiten Gefechtshandlungen von Raketen-, Torpedo- und U-Jagd-Kräften der VM in See.

Umbenennung der KSSA in 4. KSS-Abteilung. Im Zusammenhang damit erhält das KSS „Ernst Thälmann“ die Bordnummer 141 und das KSS „Karl Marx“ die Bordnummer 142

1972

Kubas Partei - und Regierungschef Fidel Castro besucht die Volksmarine, KSS „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.

1974

Teilnahme des KSS „Karl Marx“ an der Kommandostabsübung „WAL-74"

1975

Unter Leitung von Admiral Ehm nimmt die „Karl Marx“ als Führerschiff mit einem U-Jäger „Hai“ und zwei MSR am Flottenbesuch zum 30. Jahrestag der PSKF teil.

1976

KSS „Karl Marx" wird außer Dienst gestellt. Das Schiff dient zeitweilig noch als Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.

1979

Der Chef der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm, stellt das KSS 142 offiziell unter dem Namen „Berlin“ in Dienst. Einige Wochen später wurde der Name des Schiffes in „Berlin - Hauptstadt der DDR“ geändert. Die Komplettierung des Namens war von der Berliner Bezirksleitung der SED gefordert worden.

1989

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM im ÜG 054. Teilnehmer der 4. Flottille: 142, 143, 223, 241, 242, 243.

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM mit einem polnischen U-Boot. Daran nehmen 8 KSS der 4.Flottille (142, 143, 221, 222, 223, 242, 243, 244) und 3 KSS der 1. Flottille teil.

1990

Außerplanmäßiger Entlassungen infolge der Militärreform reduzieren den Auffüllungsstand der 4. Flottille auf 71%. Das zwingt zur Teilkonservierung von Schiffen. Dazu zählen auch KSS 142 und die gesamte 2. KSSA.

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