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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Projekt 50 · Riga-Klasse

KSS „Karl Liebknecht“

Küstenschutzschiff des Projektes 50 (Riga-Klasse), Bau-Nr. 50/3, am 10. Oktober 1959 in Dienst gestellt und am 1. Oktober 1968 außer Dienst gestellt.

Klasse
Riga-Klasse (NATO) · Projekt 50
Typ
Küstenschutzschiff; in der sowjetischen Seekriegsflotte als Wachschiff (SKR) geführt
Bordnummern
601, 502, 103, 123
Sowjetischer Name / Baunummer
„Tur“ (Auerochse), sowjetische Baunummer 118; Schiffbau-Nr. S-120; deutsche Bau-Nr. 50/3
Bauwerft
Kiellegung 24. März 1954, Werft Nr. 820 in Kaliningrad
Stapellauf
16. Dezember 1954; Übernahme durch die sowjetische Seekriegsflotte 31. Januar 1955; Dienst in der Baltischen Flotte 9. Juli 1955 bis 27. Februar 1956, in der Nordflotte 20. März 1956 bis 1959
Indienststellung
10. Oktober 1959, in Dienst gestellt durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Willi Stoph
Außerdienststellung
1. Oktober 1968
Verbleib
Die Bordnummer 123 übernahm nach der Außerdienststellung die „Friedrich Engels“ (vorher 124).
Stützpunkt
Saßnitz; mit Verlegung der Abteilung im Oktober 1965 Warnemünde
Verband
6. Flottille (1956–1959), KSS-Brigade (ab 1. Januar 1960), Selbständige KSS-Abteilung (ab 31. Dezember 1961), ab Oktober 1965 unter der 4. Flottille

Geschichten und Beiträge

25 Beiträge
  • Lothar Kolditz, Fritz NaumannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21961–1962Projekt 50

    Lothar Kolditz erinnert sich an die einjährige Werftliegezeit der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ zur Modernisierung in der sowjetischen Marinewerft Kronstadt 1961/62: die schwierige Überführung, Dienst und Alltag im Trockendock, Verpflegung, Freizeit, Exkursionen nach Leningrad und die Begegnungen mit der Bevölkerung. Fritz Naumann ergänzt Episoden über Sprachprobleme („Karl Murks“), die Organisation der ersten Leningrad-Exkursion und die Kuba-Krise 1962. Eine Anlage listet die ganzjährig in Kronstadt eingesetzten Offiziere und Meister beider Schiffe auf.

  • Siegfried PrinzAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Auf dem Weg nach Tarnewitz tritt im Kesselraum eines KSS Projekt 50 Heizöl aus einem gerissenen Bunker aus. Um die Brandgefahr zu bannen, läßt der LI die Bilge lenzen – etwa zwei Tonnen Masut treiben daraufhin an den Strand von Warnemünde vor dem Hotel „Neptun“. Die Besatzung des Schiffes 123 muß den verölten Sand abfahren und erfindet dabei phantasievolle Erklärungen für die Urlauber.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50

    Hans Steike erinnert an die abendlichen Runden in der Offiziersmesse der KSS Projekt 50 in den 1960er Jahren und die dort weitererzählten Geschichten: die „Kalte Pflaume“ aus Kreiselsprit, ein I.WO, der auf Reede Gdynia von einer Festmachetonne ins Wasser geschleudert wurde, eine nach Zahlen komponierte KSS-Oper, Kommandant Kremkaus Mützenschwenken bei der Flottenparade, LI Grütz’ Druckluft unter dem Gipsbein und die Losung „Die Ostsee muß ein Meer des Friedens werden“ beim Geschützexerzieren.

  • Armeerundschau, Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 41959–1968Projekt 50

    Drei Auszüge aus alten Zeitungen und Zeitschriften: Die „Armeerundschau“ 10/59 über den Einsatz von Soldaten und Matrosen bei der Störtebeker-Ballade in Ralswiek, die „Armeerundschau“ 12/60 über die Flottenparade zur Namensverleihung „Volksmarine“ am 4. November 1960 mit Ehrensalut des KSS 401, und die Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“ über die Außerdienststellung des Patenschiffes KSS „Karl Liebknecht“ am 1. Oktober 1968.

  • Wolfgang JäneckeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41959–1960Projekt 50

    Wolfgang Jänecke, 1959 Kessel- und Pumpenmeister in der Baubelehrungseinheit KSS in Saßnitz-Dwasieden, wird mit zwei Maschinisten nach Ralswiek befohlen, um die Maschinenanlagen zweier zu Koggen umgebauter Fischkutter für die Störtebeker-Festspiele in Gang zu bringen. Er schildert Proben, Aufführungen, Seeschlacht-Szenen mit KSS-Personal als Piraten, kleine Pannen und das Abschiedsfest der Spielsaison 1959 sowie seinen Einsatz als Berater 1960.

  • Wolfgang JäneckeAmüsantesBroschüre Teil 41959Projekt 50

    Wolfgang Jänecke, Kessel- und Pumpenmeister und Schiffstaucher auf KSS 502, taucht am 27. Oktober 1959 zweimal im Saßnitzer Hafen nach dem sowjetischen Originalbesteck der Meistermesse, das der Pantrygast mit dem Abwaschwasser außenbords geschüttet hatte. Nur ein Fünftel des Bestecks konnte geborgen werden.

  • Manfred Kretzschmar, Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Manfred Kretzschmar und Hans Steike rekonstruieren die Unterstellung, den Status des Truppenteils und die häufig wechselnden Bordnummern der Küstenschutzschiffe Projekt 50 von der Gründung der Seestreitkräfte 1956 bis zum Ende der Volksmarine 1990. Der Beitrag enthält die Anordnungen zur Flottillenbildung 1956, die Führungen von 6. Flottille, KSS-Brigade, SKSSA, KSSA und 4. KSS-Brigade sowie eine chronologische Übersicht aller Bordnummern der vier Schiffe.

  • Episoden und GedankenBroschüre Teil 51966Projekt 50

    Aus dem KSS-Nachlass von Herbert Axmann, Wachtmeister auf der „Karl Liebknecht“, stammen Notizzettel zu Fußballspielen der Schiffsmannschaft im Frühjahr 1966 – gegen die Schwesterschiffe, ASG Vorwärts Rostock, Aufbau Bad Doberan II, einen sowjetischen Handelsfrachter und die TS-Abteilung. Mit Aufstellungen, Torschützen und Betreuern sowie zwei Mannschaftsfotos.

  • Siegfried Prinz, Hans Steike, Fritz SchmökelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51950er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Einführung in die Melde- und Untersuchungsordnung (MUO) der NVA und vier Berichte über besondere Vorkommnisse auf KSS: ein tödlicher Verbrühungsunfall am Heißwasserboiler (Siegfried Prinz), verschwundene Lederpäckchen und Kampfanzüge bei der Außerdienststellung der „Karl Liebknecht“ 1968 (Hans Steike), die Havarie der Gasturbinen-Kupplung MRK 22 auf der „Rostock“ 1979 (Fritz Schmökel) und Fahnenfluchten Ende der 1950er Jahre, deren Hintergründe erst 2004/2005 durch Zufall bekannt wurden (Hans Steike).

  • Udo HoppeAmüsantesBroschüre Teil 51968Projekt 50

    Udo Hoppe, E-Meister auf der „Karl Liebknecht“, erzählt die ganze Geschichte hinter dem in Teil 4 erwähnten Katzenessen von 1968: Weil Oberbootsmann Jürgen Wendt ständig davon redete, einmal eine Katze essen zu wollen, fing Hoppe eine zutrauliche Katze am Fähranleger, ließ sie als „Kaninchen“ braten und servierte sie der Meisterei. Später erfuhr er sogar den Namen des Tieres, und Kommandant Fritz Naumann verhängte einen Verweis.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61958–1962Projekt 50

    Ulrich Korn denkt zum 50. Jahrestag der NVA über den Sinn des Dienstes in der Volksmarine nach und erzählt zwei Episoden: die Dreharbeiten der DEFA für „Das Lied der Matrosen“ mit Kurt Maetzig auf KSS 1-62 im Sommer 1958 samt dem geborgenen Stockanker, sowie den improvisierten Einsatz der „Friedrich Engels“ zur Manöverabschlussparade in Szczecin 1962, bei dem das Schiff mangels Geschirr kein Bankett ausrichten konnte.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61964–1985Projekt 50Projekt 1159

    Hans Steike blickt anhand seiner Fotoalben auf 18 Jahre Dienst bei den Küstenschutzschiffen zurück: Waffenleitoffizier auf der „Karl Marx“, GA-II-Kommandeur auf der „Friedrich Engels“, I. Wachoffizier, Studium an der Militärakademie, Stabschef und ab 1981 Chef der KSS-Abteilung bzw. der 4. KSS-Brigade. Er beschreibt die Außerdienststellung der Projekt-50-Schiffe, die Einführung der KSS Projekt 1159 mit Lehrgängen in Baku und Praktika in Poti, die Gemeinsamen Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten, Manöver, Flottenbesuche und die Motive für seinen Dienst.

  • Helmut Bechert, Manfred Kretzschmar, Hans SteikeLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 61962–1986Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert belegt mit Auszügen aus den Anordnungen AO 77/62, AO 14/63 und AO 44/86 des Chefs der Volksmarine die Systematik der Bordnummern der Küstenschutzschiffe (401/601/502/702, 101–104, 121–124) und die Einführung der KSS-Ränge 1986. Manfred Kretzschmar und Hans Steike antworten mit Definitionen der Begriffe „Bordnummer“ und „taktische Nummer“ sowie Auszügen aus der Bordnummerordnung von 1968 einschließlich der vorgeschriebenen Ziffernmaße für KSS.

  • Adolf TippachEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71913–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Adolf Tippach zeichnet die Geschichte des Marinestützpunktes Hohe Düne in Warnemünde von 1913 bis 1990 nach: vom kaiserlichen Marinefliegerstützpunkt und Seeflug-Versuchskommando über Flugzeugbau, Fliegerschule und Fliegerhorst der Luftwaffe bis zur Nachkriegszeit und zum Aufbau der Flottenbasis West und der 4. Flottille der Volksmarine. Beschrieben werden die Bauphasen des Stützpunktes, die Veränderungen im Schiffsbestand, das Minenräumen 1963/64, die Stationierung der KSS ab 1965 sowie die Übergabe an die Bundesmarine im Oktober 1990. Mit Lageplänen und einer Übersicht der Chefs der 4. Flottille.

  • Dieter FlohrIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 71967Projekt 50

    Zeitschriftenreportage von Dieter Flohr über eine Übung der Volksmarine im August 1967 an Bord des KSS „Friedrich Engels“, das gerade seine 50000. Seemeile seit Indienststellung zurückgelegt hat. Im Mittelpunkt stehen das Küstenzielschießen der Geschützbedienung von Maat Hanel sowie ein Übungsangriff von Torpedoschnellbooten und Jagdflugzeugen auf den Verband. Wann und wo der Artikel erschien, ist nicht mehr bekannt.

  • Karl-Heinz KremkauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71967Projekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, damals Stabschef der KSS-Abteilung und Leiter des U-Jagd-Abschnitts, schildert die Orkanfahrt vom 17. zum 18. Oktober 1967 aus Sicht der Führung auf dem Führerschiff 124. Nach Abbruch der Übung südlich Bornholm gerät der Verband mit drei KSS in den stärksten Sturm der Ostsee seit 1801; auf Schiff 122 fällt der Verdampfer aus. Er zitiert Lothar Winters Erlebnisbericht aus Heft 1, beschreibt das Ankern in der Prorer Wieck, die Rückkehr nach Warnemünde und die fehlende Würdigung der seemännischen Leistung. Bitter äußert er sich über politische Bevormundung und die Bespitzelung durch das MfS.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 71958–1960Projekt 50

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 über Unterstellung, Truppenteil-Status und Bordnummern der KSS Projekt 50 mit Belegen aus Befehlen und Organisationsanordnungen der Seestreitkräfte von 1958: die Umnummerierung der Schiffe auf dreistellige Bordnummern, die Auflösung der 3. Flottille, den Stützpunkt Saßnitz und die für 1959 geplante 6. KSS-Abteilung. Die Redaktion klärt durch Befragung der Kommandanten Kretzschmar und Dembiany, dass es vor der Brigadebildung 1960 keine KSS-Abteilung gab.

  • Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 71962Projekt 50

    Dieter Liebenau erinnert an die Zeit der Erhöhten Gefechtsbereitschaft während der Kubakrise im Herbst 1962 an Bord der „Friedrich Engels“ in Saßnitz. Als erstes Zeichen der Entspannung wird ein Fußballspiel gegen die „Karl Liebknecht“ genehmigt; die Offiziere und Meister landen danach mit „Kuba si, Yankee no“-Rufen beim Bier im Konsum von Dwasieden, was ein Donnerwetter des Kommandanten und eine Befragung in der Offiziersmesse nach sich zieht.

  • Karl-Heinz KremkauAmüsantesBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, neuer Kommandant des KSS 123, stellt seinen frisch blau-weiß lackierten Wartburg beim Munitionsabrüsten in Saßnitz direkt am Liegeplatz ab und ignoriert die Warnung des Diensthabenden Günter Senf. Während des Haarschnitts beim Deutschen Jugendmeister des Friseurhandwerks wird das Auto von einem LKW G 5 zerdrückt; die Versicherungsfrage „KSS gegen Stützpunkt“ entscheidet der Abteilungschef Kretzschmar zu seinen Gunsten.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1990Projekt 50Projekt 133.1

    Zweiter Teil der Geschichte von Saßnitz als Marinestützpunkt: von der Seepolizei und Volkspolizei-See über die Seestreitkräfte bis zur Volksmarine. Beschrieben werden Stationierungen, Strukturen, Katastrophen wie die Strandung des MLR 6-33 und der Brand auf KSS 1-61, die Baubelehrung und Indienststellung der ersten KSS Projekt 50 sowie die Präsenz von Grenzbooten, Werft und sowjetischen Einheiten bis 1990.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1972Projekt 50

    Dieter Liebenau schildert seinen Lebensweg von der Kindheit in Berlin-Neukölln über Flucht, Nachkriegszeit und den Umzug nach Ostberlin bis zur Nachrichtenoffizierslaufbahn bei der VP-See. Als Nachrichtenoffizier im Stützpunkt Saßnitz, dann als Kommandeur GA IV auf KSS 601 und 701 und später als FTO der KSS-Abteilung erlebte er die prägenden Jahre seiner Dienstzeit.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 91959–1971Projekt 50Projekt 1159

    Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 anhand zeitgenössischer Anordnungen des Chefs der SSK bzw. CVM: die Gruppeneinteilung der KSS-Brigade 1959 in Kampfkern und Kampfreserve, die Unterstellung unter die 1. Flottille 1961, die Status-Veränderung 1962 mit sowjetischen Schiffbau-Nummern sowie die Umbenennung in 4. KSS-Abteilung 1971.

  • M. Berghold, Armeerundschau 10/62In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 101962Projekt 50

    Reportage aus der Armeerundschau 10/62 über ein Torpedoschießen des KSS „Karl Liebknecht“ unter Kapitänleutnant F. Dorn vor Rügen: Klarmachen des Rohrsatzes, Torpedoschuss, Treffer am Zielschiff und das mühsame Wiederaufnehmen des Torpedos durch den GA-III um Stabsobermeister Weitling.

  • Horst WilhelmAmüsantesBroschüre Teil 101960er Jahre – 1990Projekt 50Projekt 1159

    Horst Wilhelm erzählt, wie aus einer bemalten 85-mm-Übungsgranate als Abschiedsgeschenk für den Oberstückmeister seine Sammelleidenschaft entstand und wie 1990 die Exponate des Traditionszimmers der KSS-Brigade – darunter die Modelle beider KSS-Projekte und die Schiffsglocke – in einer Nacht- und Nebelaktion nach Thüringen gerettet wurden. Mit Anmerkung der Redaktion zum „weltgrößten Spezialmuseum“ für KSS.

  • Die Redaktion, Klaus BuchAmüsantesBroschüre Teil 111960Projekt 50

    Die Redaktion greift eine Episode aus Heft 3 („Messe-Rees“) wieder auf: Beim Flottenbesuch in Gdynia im Juni 1960 sprang der Gehilfe des Kommandanten beim Festmachen an einer Boje auf die Tonne und wurde samt Schlips und weißem Hemd ins Wasser geschleudert. Klaus Buch, damals Funkmessgast auf der „Karl Liebknecht“, lieferte dazu vier Beweisfotos.

Aus der Ereignistafel

Gesamte Chronik

1959

Indienststellung weiterer Küstenschutzschiffe Projekt 50 durch den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Willi Stoph: Bau-Nr. 50/3 mit Bord-Nr. 601 (später „Karl Liebknecht“) und Bau-Nr. 50/4 mit Bordnummer 701 (später „Friedrich Engels“).

1960

Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Willi Stoph Stoph, wurde die KSS-Brigade (KSSBr) aufgestellt. Der Chef der KSSBr untersteht zeitweise direkt dem Chef der SSK. Mit Brigadebildung ändern sich erneut die Bordnummern: 50/1 behält Bordnummer 401, 50/2 erhält 601, 50/3 die Nummer 502 und 50/4 die Nummer 702.

Die KSS „Karl Liebknecht" und „Friedrich Engels" nehmen anläßlich der „Woche des Meeres“ an einer Flottenparade in der VR Polen teil. Der Besuch wird von Konteradmiral Ehm geleitet.

KSS „Karl Liebknecht“ ist zur Aufklärung des Manövers „Wallenstein II“ eingesetzt. Dazu hatte das Schiff in Erwartung der in die Ostsee einlaufenden Manöverteilnehmer vorher mehrere Tage vor Kühlungsborn in Bereitschaft gelegen.

KSS „Karl Liebknecht“ schießt vor Warnemünde Salut beim Empfang eines polnischen Flottenbesuchs-Verbandes

1961

Verleihung der Ehrennamen an die vier KSS in Saßnitz bei Anwesenheit von Rosa Thälmann, der Witwe Ernst Thälmanns: 50/1: Bord - Nr. 401: „Ernst Thälmann“; 50/2: Bord - Nr. 601: „Karl Marx“ 50/3: Bord - Nr. 502: „Karl Liebknecht“; 50/4: Bord - Nr. 702: „Friedrich Engels“. Da sich das KSS „Karl Liebknecht“ seit Anfang Januar in der Werft befindet, nimmt dessen Kommandant, Kapitänleutnant Wittrien, das Namensschild in Saßnitz in Empfang.

1962

Die „Karl Liebknecht“ und die „Friedrich Engels“ nehmen zusammen mit sowjetischen und polnischen Einheiten an einer gemeinsamen Reedeübung teil.

KSS „Karl Liebknecht“ als Flaggschiff und drei MLR Typ Krake sind Teilnehmer des ersten offiziellen Flottenbesuches der Volksmarine in der UdSSR (Leningrad). Der Verband wird von Konteradmiral Neukirchen geleitet.

Die „Karl Liebknecht“ schießt auf Reede Warnemünde Salut beim Empfang eines Besuchsverbandes der BF.

Während der Kuba-Krise ist die SKSSA in Voller, später in Erhöhter Gefechtsbereitschaft. Zeitweilig liegen die KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ mit aufgestiegenem Abteilungsstab in 30-Minuten-Bereitschaft in der Tromper Wiek.

Zur Auswertung des Ausbildungsjahres 1962 wird die „Karl Liebknecht“ durch den Minister für Nationale Verteidigung als „Bestes Schiff“ der Volksmarine und mit der Verdienstmedaille der NVA in Silber ausgezeichnet.

Die Kampfschiffe der Volksmarine erhielten eine neue Nummerierung nach Typkräften. Ab diesem Zeitpunkt führten die KSS immer mit 100 beginnende Nummern: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 101; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 102; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 103; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 104.

1963

Modernisierung der „Karl Liebknecht“ und der „Friedrich Engels“ in Kronstadt. Die Modernisierung betrifft vorrangig die Ortungstechnik und die UAW-Bewaffnung.

1964

Die KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ sind als darstellende Kräfte an einer gemeinsamen Stabsübung mit Nachrichtenmitteln beteiligt.

KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ nehmen an einer gemeinsamen Reedeübung von Kräften der BF, PSKF und VM teil.

Aufklärungsfahrt der „Karl Liebknecht“ in das Skagerrak

1965

Aufklärungs- und Navigationsbelehrungsfahrt der „Karl Liebknecht“ und der „Friedrich Engels“ entlang der norw. Küste bis zum 60. Breitenparallel und zur englischen Küste über den Null-Meridian (Seegebiete: Nördl. Nordsee, Ostküste England, Deutsche Bucht)

Besuch der KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ zur „Woche des Meeres“ in Gdynia. Dabei ist die „Karl Liebknecht“ Teilnehmer einer gemeinsamen Flottenparade der VOF. Den Besuch leitet Vizeadmiral Ehm.

Verlegung der SKSSA von Saßnitz nach Warnemünde. Führungswechsel von der 6. auf die 4. Flottille. Der Truppenteil wird nicht mehr als „selbständige“ sondern nur noch als KSSA geführt. Der Truppenteil-Status bleibt erhalten. Die Bordnummern ändern sich wie folgt: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 121; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 122; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 123; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 124.

1967

Anläßlich des 50. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution beteiligen sich die KSS „Karl Marx“ und „Karl Liebknecht“ an einer Flotten-Parade in Leningrad.

Auslaufende Parade im Seekanal von Warnemünde zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution zusammen mit Einheiten der Baltischen Rotbanner-Flotte. Flaggschiff ist das KSS „Karl Liebknecht“, das in Höhe Passagierkai in Warnemünde im Seekanal zwischen Tonnen vertäut ist. Heftiger Wind aus West droht das Schiff in die Fahrrinne zu drücken. Mit Schlepperhilfe und Zusatzleinen bis zur Pier kann die Position gehalten werden.

1968

KSS „Karl Liebknecht" (123) wird außer Dienst gestellt. Die Bord-Nr. 123 übernimmt die „Friedrich Engels“ (vorher 124)

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