Anekdote
14 Beiträge zum Schlagwort „Anekdote“ aus dem KSS-Archiv der Marinekameradschaft KSS e.V.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50
„Hilde“ war der Spitzname für den Hilfskessel der KSS Projekt 50, der im Stützpunkt für Heizung, Wirtschaftsdampf und warmes Duschwasser sorgte. Hans Steike erzählt von den Tücken der Offiziersdusche mit ihrem Ventil-Wirrwarr und davon, wie Kommandant Kurt Urmoneit mit einer Befehlsübermittlungs-Kette aus 2. WI, Pumpenmeister und Pumpenmaat schließlich eine farbliche Kennzeichnung der Ventile und eine Duschinstruktion erzwang.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er/1970er JahreProjekt 50
Das KSS „Ernst Thälmann“ pflegte neben der Patenschaft mit dem Schwermaschinenbau-Kombinat in Magdeburg eine enge Verbindung zur LPG „Ernst Thälmann“ in Ziesendorf und Papendorf. Hans Steike schildert, wie der Kommandant den unbeliebten Härtetest als Vorwand nutzte, um mit über 100 Mann Besatzung einen Tag lang Steine von den LPG-Feldern zu sammeln, ein Kinderfest zu gestalten und mit den Bauern zu feiern – und kommentiert ironisch spätere Nachwende-Dokumentationen über die NVA.
- Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 31962Projekt 50
Während der Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ 1962 in Kronstadt galt für Matrosen und Maate beim Landgang Alkoholverbot. Stabsmatrose Lifka wurde wegen seines heruntergezogenen Augenlids mehrfach vom sowjetischen Streifendienst als vermeintlich Betrunkener aufgegriffen, bis der Sicherheitsoffizier Kapitän Michailow die Sache klärte.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50
Eine Kommandant Kurt Urmoneit auf der „Friedrich Engels“ zugeschriebene Geschichte: Ein Matrose des letzten Dienstjahres schrie nachts wiederholt „Huuh!“ in das offene Fenster der Kommandantenkammer. Urmoneit ermittelte den Täter über die Landgangsbücher, empfing ihn mit einer linken Geraden und stellte ihn am nächsten Morgen bei der Musterung wortlos bloß.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31976Projekt 1159
Zu Beginn des 1159-Lehrganges in Baku Ende März 1976 mußten die Teilnehmer unter Abteilungschef Fritz Naumann einen gründlichen Gesundheits-Check der sowjetischen Seite absolvieren. Hans Steike erzählt von der Untersuchung bei einer jungen Schwester und dem peinlichen Mißgeschick eines beleibten Meisters der I-Basis.
- Thomas RahmigAmüsantesBroschüre Teil 31980er JahreProjekt 1159
Der ehemalige Kreisel-Maat Thomas Rahmig gesteht, wie er einen Obermaat scherzhaft aufforderte, einen unverplombten roten Knopf zu drücken – den Auslöser der Feuerlöschanlage des Raketensilos der „Rostock“. Das Silo lief voll, die Raketen mußten abgerüstet und das Wasser von der Besatzung per Handpumpe gelenzt werden; die Untersuchung endete mit der Annahme einer Selbstauslösung. Jahre später bittet der Autor die Betroffenen um Absolution.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31980er JahreProjekt 1159
Bei einem Flottenbesuch mit einem KSS Projekt 1159 als Führerschiff mußte der Salut der Nationen mit 21 Schuß aus zwei uralten 40-mm-Salutkanonen geschossen werden. Als nach dem 21. Schuß ein 22. krachte, deckte Flottillenchef Konteradmiral Kahnt gegenüber Admiral Ehm den Kommandanten – die Strafpredigt gab es später unter vier Augen.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50
Hans Steike erinnert an die abendlichen Runden in der Offiziersmesse der KSS Projekt 50 in den 1960er Jahren und die dort weitererzählten Geschichten: die „Kalte Pflaume“ aus Kreiselsprit, ein I.WO, der auf Reede Gdynia von einer Festmachetonne ins Wasser geschleudert wurde, eine nach Zahlen komponierte KSS-Oper, Kommandant Kremkaus Mützenschwenken bei der Flottenparade, LI Grütz’ Druckluft unter dem Gipsbein und die Losung „Die Ostsee muß ein Meer des Friedens werden“ beim Geschützexerzieren.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50
Drei überlieferte Telefon-Anekdoten der KSS: Ein Maat weist den Flottillenchef ab, der auf der OP-Leitung nach dem Tarnnamen „Schneewittchen“ fragt („Hier sind nur die sieben Zwerge!“), ein Läufer versteht den Tarnnamen „Eisenhut“ falsch und ruft den Kommandanten „mit Stahlhelm“ ans Telefon, und beim Buchstabieren des Namens Holt entsteht ein weiteres Mißverständnis.
- Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er/1970er JahreProjekt 50
Um dem unbeliebten Frühsport im Stützpunkt zu entgehen, versteckte sich ein langgedienter Stabsmatrose des Maschinenabschnitts in einem Schapp und setzte sich auf ein offenes Faß mit einer weißgrauen Masse – Ätznatron für die Kesselspeisewasser-Dosierung. Die Folgen für sein Hinterteil behandelte der Feldscher tagelang.
- Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 71962Projekt 50
Dieter Liebenau erinnert an die Zeit der Erhöhten Gefechtsbereitschaft während der Kubakrise im Herbst 1962 an Bord der „Friedrich Engels“ in Saßnitz. Als erstes Zeichen der Entspannung wird ein Fußballspiel gegen die „Karl Liebknecht“ genehmigt; die Offiziere und Meister landen danach mit „Kuba si, Yankee no“-Rufen beim Bier im Konsum von Dwasieden, was ein Donnerwetter des Kommandanten und eine Befragung in der Offiziersmesse nach sich zieht.
- Wolfgang FißAmüsantesBroschüre Teil 71959Projekt 50
Wolfgang Fiß, Turbinenfahrer auf dem KSS 401, wird im Sommer 1959 mit Verdacht auf Magengeschwür ins Krankenhaus Stralsund überwiesen. Sein kerngesunder Bordkumpel „Keule“ lässt sich kurzerhand mit einweisen, leidet unter der Wasserschleimdiät, verspeist nachts den von der Verlobten mitgebrachten „Kalten Hund“ und fliegt nach einem verräterischen Einlauf aus dem Krankenhaus.
- Ulrich KornAmüsantesBroschüre Teil 71960–1961Projekt 50
Ulrich Korn erinnert sich an den Brigadechef Korvettenkapitän Gerhard Thomas, den „Brigaderiesen“, dessen sprichwörtliche Redewendung „Fall´nse sich was ein!“ stets fiel, wenn keine neue Flasche mehr kam. Geschildert werden die Kommandantenprüfung, Trinkgelage in der Messe mit einarmigen Liegestützen als Nüchternheitsbeweis und der letzte große Auftritt 1961 in Gdynia vor Vizeadmiral Neukirchen und Konteradmiral Nordin, der mit einem Sturz den Niedergang hinab und einem Armbruch endete.
- Karl-Heinz KremkauAmüsantesBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50
Karl-Heinz Kremkau, neuer Kommandant des KSS 123, stellt seinen frisch blau-weiß lackierten Wartburg beim Munitionsabrüsten in Saßnitz direkt am Liegeplatz ab und ignoriert die Warnung des Diensthabenden Günter Senf. Während des Haarschnitts beim Deutschen Jugendmeister des Friseurhandwerks wird das Auto von einem LKW G 5 zerdrückt; die Versicherungsfrage „KSS gegen Stützpunkt“ entscheidet der Abteilungschef Kretzschmar zu seinen Gunsten.
