Das erste Exportkampfschiff der DDR
Leicht gekürzter Nachdruck eines Artikels von Kapitänleutnant Dipl.-Ing. O. Pestow aus der Zeitschrift „Militärwesen“ (VVS B 855 910) über das UAW-Schiff Projekt 133.1 M, das die Peenewerft Wolgast ab 19.12.1986 an die sowjetische Seekriegsflotte lieferte. Beschrieben werden Aufgabenstellung, Aufbau, Bewaffnung, Raumaufteilung und Abteilungen des Schiffes; ein tabellarischer Vergleich stellt Ausrüstung und taktisch-technische Daten von 133.1 M und 133.1 gegenüber.
Anmerkung der Redaktion: (leicht gekürzt) Dieser Artikel erschien im VVS-Militärwesen B 855 910. Der Jahrgang ist unbekannt. Verfasser war ein Kapitänleutnant Dipl.-Ing. O. Pestow. Zugeschickt hat uns den Beitrag Herr Diplomjournalist Helmut Bechert aus Berlin.
Am 19.12.1986 wurde im VEB Peenewerft Wolgast die feierliche Übergabe eines weiterentwickelten UAW-Schiffes vom Typ 133.1 M an die sowjetische Seekriegsflotte vollzogen. Damit begann für den DDR-Schiffbau eine neue Etappe – Bau von Kampfschiffen für den Export.
……….
Die gegenwärtige politische und militärische Lage erfordert von den Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages, alles zu unternehmen, das militärische Gleichgewicht zu erhalten und damit den Frieden zu sichern. Ein Mosaikstein in diesen Bemühungen ist u. a. die Entlastung der UdSSR beim Bau spezieller Kampfschifftypen. Basierend auf einem Staatsvertrag werden bzw. wurden in der DDR mehrere Kampf- und Hilfsschiffe für die UdSSR entworfen, projektiert und gebaut. Es entstanden dadurch wesentliche Bezugspunkte in der Ziusammenarbeit bei der u. a. der umfangreiche Erfahrungsschatz sowjetischer Kriegsschiff-Konstrukteure sowie der sowjetischen Seekriegsflotte genutzt werden konnten. Viel Neuland ist nicht nur in der Beherrschung neuer, hochkomplizierter und moderner Techniken und Technologien beschritten worden, sondern es mussten auch neue Wege zur Organisation der Zusammenarbeit einzelner Institutionen beider Staaten und in der Abnahme- und Erprobungstätigkeit gefunden werden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Serie 133.1 M um etwa 70% vom Vorgängertyp 133.1 unterscheidet. Merkmale dafür sind u. a. das völlige Neuerarbeiten des technischen Projektes und der Konstruktionsunterlagen, die Vielfalt neuer Technik sowie umfangreiche Abnahmegrundsätze und – verfahren. Ziel dieses Artikels ist es, 133.1 M vorzustellen und einen Vergleich mit dem Vorgängermodell 133.1 zu ermöglichen. Viele Details können auf Grund des Umfanges der Unterschiede nur angerissen werden. Beim Vorstellen der Ausrüstung der einzelnen Gefechtsabschnitte konnte nur auf die wesentlichen Unterschiede zu 133.1 eingegangen werden.

Aufgabenstellung
Vor dem Entwicklungskollektiv des VEB Peenewerft Wolgast und den Institutionen des MfNV (Verwaltung Schiffbau) stand die Aufgabe, auf der Grundlage des Projektes 133.1 ein den Erfordernissen der sowjetischen Seekriegsflotte entsprechendes UAW-Schiff zu entwerfen und zu bauen. Folgende Aufgaben sollten durch das Schiff gelöst werden:
- Suche, Verfolgung und Vernichtung von U-Booten selbständig und im Zusammenwirken mit U-Boot-Such- und Schlaggruppen (USSG)
- Sicherstellung der U-Boot-Abwehr für Kampf- und andere Schiffe in den Stationierungsräumen und bei der Überfahrt in See
- Abwehr der Angriffe von Luft- und Seezielen
- Aufklärung, Vorpostendienst, Minnelegen.
Beschreibung
133.1 M basiert auf dem Schiffstyp 133.1, d. h., die Hauptabmessungen der Schiffskörper, die grobe äußere Silhouette, der Antriebsmodus sowie die Anordnung der Abteilungen und Decks stimmen bei beiden im wesentlichen überein. Weitestgehend gleich sind ebenfalls die hauptsächlichen taktisch-technischen Parameter, z. B. die Geschwindigkeit, die Fahrstrecke, die Einsatzfähigkeit bei Seegang, die Waffeneinsatzkonzeption. Um das Grundeinsatzkonzept von 133.1 M in Bezug auf universelle Verwendbarkeit bei Schwerpunkt auf den U-Jagd-Sektor mit den Erfordernissen der sowjetischen Seekriegsflotte in Übereinstimmung zu bringen, waren aber umfangreiche projektmäßige Veränderungen und neue konstruktive Lösungen erforderlich. So zwangen zum Beispiel die Auslegung für 80 statt der bisher 60 Mann, die unterschiedliche Organisationsstruktur der Besatzung, der Aufbau neuer, teilweise umfangreicherer Technik zur Optimierung der Räumlichkeiten im Schiff. Bei gleicher Größe der Abteilungen VII, VIII und IX sind die Platzverhältnisse in den Unterkünften und Kammern der Mannschaften und Fähnriche knapper. Der effektiv nutzbare Raum für die einzelnen Gefechtsstationen ist im allgemeinen geringer. Es geht enger zu als auf 133.1.
Der Schiffskörper wurde als Glattdecker mit starkem Straak im Vorschiffsbereich, ausfallendem Spiegelheck und ausfallendem Vorsteven gebaut. Die Freibordhöhe erreicht vorn 5,10 m, mittschiffs 2,90 m und achtern 2,30 m, womit gute Fahreigenschaften erreicht werden.
Vor dem Deckshaus befindet sich die Barbette der sechsrohrigen 30-mm-Revolverkanone AK-630M. Der Zugang ins Schiffsinnere ist im Gegensatz zu 133.1 an Steuerbord eingebaut. Dem vorderen Geschütz folgt das Werferdeck mit zwei reaktiven Wasserbombenwerfern RBU-6000. Als Notausstiege aus beiden Bedienräumen dienen zwei Mannluken. Dem Werferdeck schließt sich der relativ große Radardom für die FuM-Anlage „Positiv-Ä“ an sowie die doppelte achtere Saling zur Aufnahme der FFK- bzw. Datenübertragungsantennen mit jeweils 360° Richtcharakteristik. Auf der vorderen Saling steht die Schlitzstahlantenne der Navigations-FuM-Anlage „MR 212/201-3“ und, hängend darunter, eine Kreuzrahmenantenne der Navigationsanlage „Rumb“. Auf Rahen am Mast und an speziellen Antennenhalterungen der achteren Saling sind eine weitere Antennen unterschiedlicher Zweckbestimmung untergebracht.

Entsprechende Ausrüstungen für das Signalpersonal stehen zusammen mit dem Gerät 1A-MR-123 („Kolonka“) – Visiersäule der AK-630 M – auf dem Peildeck. Hinter dem Brückenaufbau befindet sich das Bootsdeck auf dem acht aufblasbare Rettungsflöße in entsprechen Halterungen gezurrt sind. Weiterhin sind jeweils StB und Bb eine Vierlings-Starteinrichtung FAM-14 für Nahbereichs-Luftabwehrraketen „Strela-3“ (9K34) montiert sowie am Brückenaufbau zwei Düppelwerfer PK-16. Nach dem Niedergang zum Oberdeck schließt sich der achtere Aufbau mit der Antenne der FuM-Waffenleitanlage MR-123/176 an. Beiderseits vom achteren Aufbau sind je ein Zwillingstorpedo-Rohrsatz DTA-53-133.1 M vorhanden. In Normallage stehen die Torpedorohre parallel zur Mittschiffslinie und werden vor dem Einsatz manuell in die Schussposition geschwenkt (25° von der Mittschiffslinie).
Zwei Minenbahnen verlaufen über das gesamte Achterdeck bis zum Deckshaus. Als Besonderheit muss angemerkt werden, dass die Bahnen im Bereich der Schwenkfundamente der Torpedorohre erhöht und abnehmbar gestaltet werden mussten. Bei voller Minenzurrung ist ein Torpedoeinsatz nicht möglich. Die Zugänglichkeit des Achterdecks wird in diesem Falle durch Steigleitern über den achteren Aufbau gewährleistet.
Jeweils vor und hinter dem Aufbau befinden sich die Montageluken der Maschinenräume I und II, an Bb-Seite ein Mannluk zum Maschinenleitstand. Weiter achtern steht auf einem Unterbau das vollautomatische 76-mm-Universalgeschütz AK-176. Dieser Standort gibt dem Geschütz ein ausreichend großes Schussfeld von ca. 300°. Direkt auf der Schanz stehen an Bb und StB Nebeltonnen mit dazugehörigen Abwurfeinrichtungen und das Heckspill. Zum Nachladen der Torpedorohre sind spezielle Decksbuchsen an jeder Bordseite vorhanden, auf die Stützen zum Aufsetzen der Torpedos geschraubt werden können. Durch zwei an Oberdeck eingelassenen Klappluken werden die unter der Schanz befindlichen ferngesteuerten Wasserbombenablaufgerüste aufmunitioniert. Im Heckspiegel selbst sind zwei Klappen für das Abwerfen der Wasserbomben installiert.
Der Schiffsrumpf ist durch neun Querschotte in zehn wasserdichte Abteilungen geteilt. Die vertikale Gliederung beginnt mit der Stauung und geht über das Zwischendeck zum Oberdeck mit den Räumen im Aufbau und im Deckshaus (A-, B- und C-Deck). Achtern in Abteilung I sind der Rudermaschinen-Raum, die durch Schotten abgeteilten Ablaufgerüste und die Wasserbombenlasten untergebracht. Die Rudermaschine verfügt über einen Notruderstand und über BÜ-Verbindungen zur Brücke sowie zum Kreiselkompass-Raum. Staumöglichkeiten für seemännische Ausrüstung ist vorhanden. Die Abteilung II nimmt den Hauptteil der Artilleriebewaffnung und Lasten für den GA-III auf. Sie ist aufgeteilt in die Munitionslast 1 des GA-II für die 76-mm-Munition, die Sperrlast, die Munitionslast 1 des GA-III (Minen und Torpedomunition), den Aggregateraum 1 mit der Torpedolufttrocknungsanlage und die Barbette der AK-176. Es schließen sich die Maschinenabteilungen III, IV und V an. In den Abteilungen III und V konzentrieren sich die Hauptantriebs- und Energieversorgungsanlagen – ein Motor M-504 A3 (56-Zylinder-Sternmotor, 3493 kW) und zwei Dieselgeneratoraggregate (DGA) im Maschinenraum 1 und zwei M-504 A3 sowie ein DGA im Maschinenraum 2. Je zwei E-Werke zur Stromversorgung und eine Vielzahl von Hilfseinrichtungen für den Maschinen- und Schiffsbetrieb sind ebenfalls hier konzentriert. Zwischen den Maschinenräumen liegt die Abteilung IV mit dem Maschinen-Leitstand (MLS) und der Werkstatt. Über die im MLS vorhandenen Kontroll- und Steuereinrichtungen kann ein effektiver Maschinenbetrieb gewährleistet werden. Das Starten der Hauptmaschinen und der DGA erfolgt allerdings nach wie vor an den Maschinen selbst.
Im Anschluss folgt Abteilung VI mit Unterteilung in Stauung und Zwischendeck. Im Aggregateraum 2 (Stauung) sind die Umformer fast aller funktechnischer Anlagen und deren Energieschaltanlagen untergebracht. Ebenfalls in der Stauung befinden sich der Kreiselkompass- und der Funkmessgeräte-Raum. Im Zwischendeck befinden sich Waffenleitzentrale, der Kältemaschinenraum und das chemische Labor.

Im Zwischendeck der Abteilung VII liegen die Offiziers- und Fähnrichkammern mit 2- bzw. 4-Mann-BelegungZwei Toiletten und ein Duschraum ergänzen die Einrichtung. Darunter liegen der hydroakustische Ortungskomplex geteilt in Geräte- und Bedienraum und die UAW-Rechenstelle. Unter dem Schiffsrumpf bei Spant 47 ist die Antenne der Hydrostation MGK-335 MS in einem Titanhüllkörper angeordnet. Die Munitionslast 2 des GA-III nimmt den gesamten Stauungsraum der Abteilung VIII ein. 120 Wasserbomben RGB-60 können hier gelagert und mit der Fördereinrichtung TU-133.1 zu zwei Aufzugsvorrichtungen transportiert werden. Über der Wasserbombenlast befinden sich zwei Maatendecks für 15 und 12 Mann. Die Mannschaftsmesse und zwei Mannschaftsdecks für 31 Mann nehmen die Abteilung IX ein. Darunter liegen Proviantlasten und ein Lüftermaschinenraum. Die letzte Abteilung X beherbergt zwei Bootsmannslasten und den Kettenkasten.
In den Aufbauten liegen folgende Räume: im achteren Aufbau der Wachstand, der Torpedobedien-Raum und ein Lüftermaschinenraum. Darüber liegt der HF-Geräteraum und in Höhe des C-Decks der Antennenraum für die Waffenleitanlage MR123/176. Die StB-Seite des Deckshauses beginnt mi dem Raum für die absenkbare Antenne (Gerät 10) der MG-349M und des Schallgeschwindigkeitsmess-Gerätes M1504. Es schließen sich weiter an: die Mannschaftstoilette, der Aggregateraum mit der 24-Volt-Schalttafel, die Ambulanz, die Offizierspantry mit Filmvorführraum, die Offiziers- und Fähnrichs-Messen, der StB-RBU-Bedienraum, die chemische Last, das Schiffsarchiv und die VS-Stelle. An der Bb-Seite achtern liegt die Batterie-Nische. Dieser schließen sich an: Mannschaftswaschraum, Wäscherei mit Trockenraum, ein Lüftermaschinenraum, Handfeuerwaffenhellegatt, SND-Raum, Kombüse mit Kühllast, der Bb-RBU-Bedienraum, zentrale Rundfunkanlage, Fotoraum, Aggregateraum für die AK-630M und die Barbette des Geschützes. Im hinteren Teil vom Deckshaus befinden sich der Schleusentrakt sowie Ansaugschächte für die Maschinenräume.
Die Räume im B-Deck des Deckshauses beginnen achtern mit den Munitionslasten für die Raketen 9K34 und der PK-16-Geschosse. Dem schließt sich ein größerer HF-Raum für die Anlagen „Positiv Ä“, MR-212/201-3 und „Apparatura“ an. Beidseitig angeordnet ist je ein Lüfterraum. Nach dem Quergang ist StB die Kommandantenkammer mit WC und Duschraum angeordnet sowie Bb der Funkraum 2 . Neben diesem liegt der Funkraum 1 mit der Chiffriertechnik.
Über einen Niedergang im Quergang gelangt man auf den HBS. Die Anordnung der Geräte und Einrichtungen ist hier ähnlich wie auf Projekt 133.1 mit den Unterschieden, dass statt dem Kommandantenpult das Sichtgerät des Lagedarstellungs- und Führungssystems MIZ-224 angeordnet ist und im BS-IV u. a. ein Tochtersichtgerät der absenlkbaren Hydroanlage MG-349M steht. Des weiteren befinden sich auf dem HBS Geräte, die die Stellung der Waffen, der FuM-Waffenleitantennen, Munitionsverbrauch und den Schaltzustand aller Ortungsmittel darstellen.
Vergleich einiger Ausrüstungen 133.1M und 133.1
| 133.1M | 133.1 | Vorteile 133.1M | |
|---|---|---|---|
| Navigationsgeräte und Navi-Radar | RS-1 | Gals und Pirs | Zusammenfassung von zwei ähnlichen Geräten |
| MR-212/201-3 | TSR-333/222 | Kopplung mit Lagedarstellunssystem und FFK-Anlage, hoher Störschutz | |
| Kreisel GKU-1 | Gazelle | Fahrtregime für größere Breiten gewährleistet, kürzere Einschwingzeiten | |
| Geschütze | AK-176 | AK-725 | höhere Schussfolge, größere Reichweite, Gewichtsreduzierung des Turmes, mehr Reservevarianten des Waffeneinsatzes, unterschiedliche Munitionsarten |
| AK-630M | AK-230 | sehr hohe Schussfolge, Kopplung mit FuM-WL-Anlage MR-123/176, höherer Kampfsatz, trotzdem noch Gewichtsreduzierung | |
| Fla-Raketenstarter | FAM-14 mit 9K34 | Fasta 4M2 mit 9K32M | Kreiskornvisier, höhere Treffwahrscheinlichkeit |
| Torpedoanlage | 1666, DTA-53 | 1033 L, SÄT-40 | größere Reichweite, stärkere Wirkung am Ziel, mehr Torpedo-Laufvarianten |
| UAW-Waffenleitanlagen und -Komplexe | SU-504Ä für Torpedo und RBU | Burja M für RBU, Summer für Torpedo | kombinierte Anlage für beide UAW-Waffensysteme, Zieldateneinspeisung auch von absenkbarer Anlage möglich |
| SU-504Ä, MIZ-224, R-771 | nicht vorhanden | automatische Lagedarstellung mit Datenübertragung von bis zu 7 eigenen Schiffen, ermöglicht Gegnerauswahl und Feuerführung und damit vereinfachte Entschlussfassung | |
| Hydroakustische Anlagen | MGK-335MS | MG-322TU | verändertes Ortungsprinzip mit größerer Reichweite, genauere passive Ortung, Unterteilung in Nah- und Fernortung, direkte Kopplung mit Unterwassertelefon |
| MG-349M | MG-329 | verbesserte absenkbare Anlage, Dateneingabe in UAW-WL-System möglich, Tochtersichtgerät BS-IV | |
| KMG-12 | nicht vorhanden | Zielklassifikationsgerät | |
| Funkmess- und FuM-WL-Anlagen | Positiv-Ä | MR-302 | teildigitalisierte FuM-Anlage, automatische Mehrzielbegleitung, Kopplung mit Lagedarstellungs-System auf HBS |
| Zwesdotschka | nicht vorhanden | Unterdrückung gegenseitiger FuM-Störungen | |
| MR-123/176 | MR-103 | verbesserte Feuerleitung, Kombination für zwei Waffensysteme (176-mm und 30-mm) | |
| Apparatura | Nichrom | verbesserte FFK-Anlage | |
| Antriebsanlage | nur Festpropeller | 1 Verstellpropeller | geringerer UW-Störschall, gleiche Motorenbelastungs-Charakteristik |
| Seeverhalten | 100t mehr Masse und passive Störschutzmaßnahmen | Schiff geht „weicher“ in See und liegt bei grobem Seegang insgesamt ruhiger, Schiff ist bei höheren Fahrtstufen leiser und vibriert weniger |
Vergleich einiger TTD
| 133.1M | 133.1 | |
|---|---|---|
| 75,20 m | 75,20 m | Länge |
| 69,00 m | 69,00 m | Länge zwischen den Loten |
| 9,78 m | 9,78 m | Breite |
| 4,40 m | 4,30 m | Tiefgang mit Hüllkörper der Hydroanlage |
| 840 t | 770 t | Standarddeplacement |
| 875 t | 793 t | Normaldeplacement |
| 910 t | 820 t | Volldeplacement |
| 945 t | 826 t | Überlast-Deplacement |
| 60 t | 64 t | DK-Vorrat |
| 30 t | 16 t | Trinkwasservorrat |
| 10 Tage | 7 Tage | Autonomie (Seeaufenthalt) |
| 80 Mann | 60 Mann | Besatzung |
Schlussbemerkungen
Mit der Übergabe der ersten Einheiten 133.1M (Schiff 01 am 19.12.1986 übergeben) wurde der sowjetischen Seekriegsflotte ein effektives Waffensystem zur Verfügung gestellt. Es ergänzt vorhandene sowjetische U-Jagdschiffstypen.
Nicht unerhebliches Interesse findet 133.1M in westlichen Medien. Mehrere Veröffentlichungen in den Zeitschriften „Soldat und Technik“, „Marinerundschau“, „Wehrtechnik“ u. a. deuten darauf hin, dass man sich NATO-seitig intensiv mit 133.1M beschäftigt. Eine direkte Wertung erfolgt teils ungenau oder, die Äußerlichkeiten hervorhebend, verzerrt.
Es kann davon ausgegangen werden, dass mit dem Bau der ersten Schiffe für die sowjetische Seekriegsflotte sich nicht nur die Verteidigungsfähigkeit erhöht hat, sondern dass sich auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Institutionen, Armeeangehörigen und Werftarbeitern weiter gefestigt haben.
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