Anhang 1: Anlagen zum Beitrag „Volksmarine in der Wendezeit – ein Rückblick“
Faksimile-Wiedergabe zweier Dokumente des Chefs der Volksmarine, Vizeadmiral Hendrik Born, aus dem Jahr 1990: das Gedächtnisprotokoll über das Treffen mit dem Inspekteur der Bundesmarine, Vizeadmiral Mann, am 10. Juli 1990 auf dem Raketenzerstörer „Lütjens“ in Kiel sowie die Aktennotiz über den Besuch Vizeadmiral Manns bei der Volksmarine am 5. September 1990, bei dem die Stilllegung des gesamten „Fuhrparks“ der Volksmarine angekündigt wurde. Die Dokumente sind in der Broschüre als Kopien der Schreibmaschinen-Originale abgedruckt und hier transkribiert.
Anmerkung der Redaktion: Die beiden folgenden Dokumente sind in der Broschüre als Kopien der maschinenschriftlichen Originale (Kopfbogen „Nationale Volksarmee – Volksmarine – Der Chef“) wiedergegeben und wurden für dieses Archiv transkribiert. Die Zeilenumbrüche des Originals wurden aufgelöst.
Anlage 1: Gedächtnisprotokoll vom 11.07.1990
Abbildung (Teil 8, S. 48–50): Kopie des Gedächtnisprotokolls (Seiten 1–4)
NATIONALE VOLKSARMEE – VOLKSMARINE – Der Chef
Rostock, den 11. 07. 1990
Gedächtnisprotokoll über eine Zusammenkunft des Chefs der Volksmarine, Vizeadmiral Born mit dem Inspekteur der Marine der BRD, Vizeadmiral Mann, Hans-Joachim in Kiel
Am 10. 07. 1990 fand das oben genannte Treffen auf Einladung Vizeadmiral Mann im Stützpunkt Kiel auf dem Raketenzerstörer Lütjens statt. Auf Wunsch des Inspekteurs der Bundesmarine trug dieses Treffen einen inoffiziellen Charakter. Er schlug vor, in zivil zu erscheinen und ein Gespräch unter vier Augen zu führen. Am 10. 07. 1990 um 09.00 Uhr wurde der Chef der Volksmarine in Begleitung des Flaggoffiziers zbV Leutnant Reich und des Kraftfahrers Fähnrich Koch am Grenzübergang Schlutup vom 1. Offizier des Raketenzerstörers Lütjens, Korvettenkapitän von Maltzan empfangen. Auf Einladung des Chefs der Volksmarine nahm er im Auto des CVM Platz und erläuterte die Einzelheiten des bevorstehenden Zusammentreffens. Gegen 10.30 Uhr wurde Kiel erreicht. Zur Überbrückung einer 30-minütigen Wartezeit lud KK Maltzan zu einer Tasse Kaffee in den kaiserlichen Jagdclub Kiel ein. Punkt 11.00 Uhr wurden der Chef der Volksmarine und seine Begleitung an Bord des Raketenzerstörers Lütjens durch den Kommandanten des Schiffes an der Stelling begrüßt. Sechs Stellingsposten waren aufgezogen. Front und Seite wurden gepfiffen. Der Kommandant geleitete den CVM auf die Brücke, wo er von Vizeadmiral Mann begrüßt wurde. Es wurden Höflichkeiten ausgetauscht und ein Cherry gereicht. Im Anschluß daran, fand eine kurze Besichtigung der Brücke und der operativen Führungszentrale statt. Danach lud der Kommandant zu einem Mittagessen in der Offiziersmesse ein. Daran nahmen neben den Vizeadmiralen die Adjutanten FK Seemann und Leutnant Reich teil. Das Tischgespräch hatte allgemeinen Inhalt. Es wurde vor allem über seemännische Bräuche und Sitten gesprochen. Von 12.45 Uhr bis 15.00 Uhr fand ein Gespräch unter vier Augen zwischen Vizeadmiral Mann und dem Chef der Volksmarine statt.
Zum Verlauf des Gesprächs.
Vizeadmiral Mann eröffnete das Gespräch mit der Frage: “Wie verkraftet das Offizierskorps der Volksmarine die Lage?” VA Born erläuterte den Wandlungsprozeß, den jeder Berufssoldat und vor allem die Angehörigen der Führung in den letzten Monaten durchlaufen haben. Er legte dar, wie sie als junge Menschen, getragen von dem Wunsch zur See zu fahren, im guten Glauben einer gerechten Sache zu dienen, sich nicht geschont haben, mit Einsatz der ganzen Person als Offizier der Volksmarine ihren militärischen Auftrag zu erfüllen. Auf eine entsprechende Zwischenfrage bestätigte VA Born, daß vor allem in den letzten Jahren und Monaten, Zweifel am Kurs der Führung aufkamen und darüber auch in Führungskreisen diskutiert wurde. Zur entscheidenden Erkenntnis, daß das gesamte System nicht mehr lebensfähig ist, sei es jedoch nicht gekommen. Diese Erkenntnis erwuchs stufenweise entsprechend der sich vollziehenden Veränderungen. Dies hat wahrscheinlich auch dazu beigetragen, daß ein Einsatz der NVA gegen die demokratischen Kräfte nicht gewagt wurde. Es hat sich gezeigt, daß das was wir für ein “Bollwerk” hielten, nur Putz war, der relativ schnell abbröckelte. Heute hat sich bei allen jetzigen Führungskadern der Armee sowie bei der überwiegenden Zahl der Berufssoldaten die Erkenntnis durchgesetzt, daß wir etwas nicht realisierbares unterstützt haben. Die derzeit für die Gesellschaft günstigste Lösung stellt die Demokratie, wie sie zum Beispiel in der BRD existiert, dar. Beide Seiten waren sich einig, daß dieses System auch nicht vollkommen und verbesserungswürdig ist. Auf eine diesbezügliche Frage versicherte Vizeadmiral Mann, daß er sich sehr wohl in die Lage des Offizierskorps versetzen kann und die Kompliziertheit der Situation versteht. Dabei äußerte er aber auch, daß dieses Verständnis für die Probleme der NVA nur bei wenigen in der BRD vorhanden ist und sich dadurch die Lage der NVA in einem zukünftig vereinigten Deutschland kompliziert darstellen wird. Bei der Einschätzung der politischen Lage in Europa äußerte sich Vizeadmiral Mann sehr positiv und zuversichtlich über die Politik Gorbatschows. Beeindruckt zeigte er sich auch über das Zusammentreffen mit Flottenadmiral Tschernjawin (Oberkommandierender der sowjetischen Flotte) sowie über den Flottenbesuch zweier sowjetischer Schiffe während der Kieler Woche. Er leitete daraus ab, daß es eine Bedrohung aus dem Osten nicht mehr gibt und in Zukunft auch nicht geben wird. Es komme darauf an, noch bestehende Befürchtungen seitens der Polen und der Sowjetunion gegenüber den Deutschen entgegenzuwirken. Vizeadmiral Born stimmte prinzipiell zu, verwies jedoch darauf, daß der Erfolg der Politik Gorbatschows nicht garantiert sei. Im Falle seines Scheiterns müßten unabsehbare politische und militärische Reaktionen in Betracht gezogen werden. Auch unter dem Gesichtspunkt, daß auf absehbarer Zeit sowjetische Truppen auf deutschem Boden stationiert sein werden. Das macht eine Strukturierung der Armee erforderlich, die auch für solche Fälle eine Rückversicherung garantiert. Bei der abschließenden Darlegung seiner Konzeption für die Marine “2000” geht Vizeadmiral Mann von einer Reduzierung der Bundesmarine um 50 % aus. Zur Einbeziehung der Volksmarine in diesen Prozeß äußerte er sich weniger eindeutig. Im Verlaufe des Gesprächs stellte sich heraus, daß eventuell die Ansicht besteht, die Aufgaben der zukünftig deutschen Marine im wesentlichen mit dem angestrebten Bestand der Marine “2000” zu erfüllen. Für die Volksmarine sieht er in den nächsten Jahren Aufgaben einer Territorialstreitkraft. Er äußerte jedoch Bedenken, ob dies mit den bisherigen Kräften und Mitteln und dem jetzigen Personalbestand zu finanzieren sei. Deutlich äußerte er die Ansicht, daß die von Vizeadmiral Born skizzierte Zusammensetzung der Flotte im Bestand von 20 Minenabwehrschiffen, 15 Schnellbooten, 15 Küstenschutzschiffen (Pr. 133.1), der Fliegerkräfte und der Küstenverteidigungsbrigade fraglich sei. Bezug nehmend auf eine nicht mehr bestehende Bedrohung aus dem Osten könnten diese Aufgaben völlig anders lauten. Auf Hinweis von Vizeadmiral Born, daß es wohl schwerlich angehe, daß die Flottenkräfte an der zukünftigen deutschen Ostseeküste fast ausschließlich in der Kieler Bucht konzentriert sein sollen und der Teil Fehmarn bis Peenemünde von jeglichen einsatzbereiten Kräften entblöst wird, zumal die Meerengen des Fehmarnbelt sehr leicht durch Minen zu blockieren sind, versuchte Vizeadmiral Mann dann wiederum mit dem Argument der Nichtbedrohung aus dem Osten zu begegnen. Auf eine konkrete Frage von Vizeadmiral Born bezgülich des Anteils der Reduzierung beider Flotten deutlich zu Ungunsten der Volksmarine, bestätigte Vizeadmiral Mann diese Variante indirekt. Vizeadmiral Born schlug daraufhin vor, sich hierbei nicht von prozentualen Festlegungen einengen zu lassen, sondern ein einheitliches Konzept für eine Flotte zu erarbeiten und daraus die notwendigen Reduzierungen abzuleiten. Daraus würden sich dann die Notwendigkeiten der Überarbeitung der Basierungs- und Ausbildungssysteme ergeben. Realistischerweise muß davon ausgegangen werden, daß die Ausbildung von Berufskadern für die Volksmarine mit durch die Lehreinrichtungen der Bundesmarine übernommen wird. Eine Marineschule für Zeitsoldaten sollte in Stralsund weiter existieren. Auf wiederholt geäußerte Bedenken zur weiteren Nutzung von Schiffen und Technik der Volksmarine bezüglich der sowjetischen Herkunft, waren sich beide Seiten einig, daß diese durch einheimische ersetzt werden muß. Dieser Prozeß sollte mit der Ausbildung des Personals an den entsprechenden Lehreinrichtungen einher gehen. Abschließend zu diesem Thema war man sich darüber einig, daß in beiden Flotten prinzipiell außer den Landungsschiffen ein Grundstock von Schiffen und Spezialisten, wenn auch in geringer Anzahl, in der bisherigen Zusammensetzung wie z.B. Zerstörer, U-Boote, U-Boot-Abwehrschiffe, Schnellboote und Minenabwehrschiffe erhalten bleiben müssen, um flexibel die Flotte in verschiedenen Richtungen auf der Basis dieses Grundstocks verstärken oder verringern zu können. Angesprochen zum vorgesehenen Schiffsbesuch in Heiligenhafen äußerte Vizeadmiral Mann, daß er es nicht für zweckmäßig ansehe, in der gegenwärtigen Situation wie zwei souveräne Staaten aufzutreten. Aus diesem Grunde rät er auch davon ab, die Einladung zu einem Schiffsbesuch nach Cuxhaven wahrzunehmen. Dem Vorschlag einer Telefax-Verbindung für besondere Situationen zwischen dem Kommando der Volksmarine und dem Flottenkommando Glücksburg steht er aufgeschlossen gegenüber. Das vorgesehene gemeinsame Auftreten des Kieler Marinemusikkorps Ostsee und des Stabsmusikkorps der Volksmarine in Warnemünde am 15. 07. 1990 begrüßte er. Eine Einladung von Repräsentanten der Bundesmarine stimmte er zu. Eine Einladung zum Besuch der Volksmarine im September 1990 nahm er dankend an.
Zum Abschluß des Besuches überreichte Vizeadmiral Born eine Erinnerungsplakette der NVA aus Meißner Porzellan an Vizeadmiral Mann und an den Kommandanten der Lütjens ein Wappen der Volksmarine. Auf Bitte des Kommandanten trugen sich beide Admirale in das Gästebuch des Schiffes ein.
Anlage 2: Aktennotiz vom 06.09.1990
Abbildung (Teil 8, S. 51–54): Kopie der Aktennotiz (Seiten 1–3)
NATIONALE VOLKSARMEE – VOLKSMARINE – Der Chef
Rostock, den 06. 09. 1990 Tgb.-Nr.: A/ /90
Aktennotiz über einen Besuch vom Inspekteur der Bundesmarine, Herrn Vizeadmiral Mann, in der Volksmarine am 05. 09. 1990
Entsprechend einer Einladung des Chefs der Volksmarine bei seinem Besuch in Kiel kündigte Herr Vizeadmiral Mann am 03. 09. 1990 einen kurzen Besuch am 05. 09. 1990 bei der Volksmarine an. Er traf am 05. 09. 1990 mit einer “Trans-All” in Marxwalde ein und wurde dort vom Chef der Volksmarine empfangen. Dann erfolgte der Überflug mit Hubschrauber zum Kommando der Volksmarine nach Rostock. (12.15 Uhr Landung) Auf Grund der vorgeschriebenen Abflugzeit nach Bonn, ab 15.00 Uhr, standen für den gesamten Besuch nur knapp 3 Stunden zur Verfügung. Während des gemeinsamen Mittagessens legte der Chef der Volksmarine die derzeitige Lage der Volksmarine dar und verwies auf die schwierigen Probleme. VA Mann stimmte damit überein, die bevorstehende Reduzierung mit “Zeitgewinn” durchzuführen. Er deutete Möglichkeiten an, die speziell für ausscheidende Berufssoldaten der Bundesmarine gelten ebenfalls für ausscheidende Berufssoldaten der Volksmarine zu erschließen. Es bestehen vielfältige Kontakte zur Industrie, Bankwesen und anderen Institutionen, welche ein ständiges Interesse für ausscheidende Kader der Marine begründen. Über bevorstehende gesetzliche Regelungen ausscheidender Berufskader, wie sie im Entwurf des Einigungsvertrages vorgesehen sind, war er nicht informiert. Er ging von einer Gleichstellung aller Soldaten mit den Angehörigen des öffentlichen Dienstes aus und sah dies als gegeben an. Im Anschluß an das Mittagessen fand ein 30-Minuten langes persönliches Vier-Augengespräch mit dem Chef der Volksmarine statt, wo es auch um persönliche Belange ging. Nach der Überfahrt mit einem Verkehrsboot zur 4. Flottille legte Herr Vizeadmiral Mann vor einem speziell geladenen Kreis von Kommandeuren einige konzeptionelle Gedanken dar. Der Kreis der Kommandeure wurde auf Empfehlung des Beraters beim Chef der Volksmarine, Herrn Kapitän zur See Kamper, so ausgewählt, wie er auch nach dem 03.10.1990 zusammengesetzt sein könnte. Vizeadmiral Mann legte dar, daß es für den “Fuhrpark” der Volksmarine keine Einheit gibt, welche für eine Übernahme in den Bestand der Bundesmarine in Frage kommt. Das Beschaffungsprogramm der Bundesmarine kann aus technischen Gründen nicht zugunsten und Erhalt von Einheiten der Volksmarine gekürzt werden. Bedarf an Personal besteht in ausgewählten Verwendungen, wie z.B. Soldaten auf Zeit - Elektroniker, wie bei Berufssoldaten als Techniker und Hubschrauberpiloten. Bewerbungen junger Kader, wie Soldaten auf Zeit, Offiziersschüler und andere, bei den entsprechenden Einheiten der Bundesmarine sind möglich. Für die Entwicklung der nächsten Monate bezüglich der Volksmarine führte er aus, daß es nur noch in diesem laufenden Jahr im stark begrenzten Umfang mit einzelnen Schiffen und Schiffstypen möglich sei, zur See zu fahren. Die Hauptlinie ist, den gesamten “Fuhrpark” stillzulegen und außer Dienst zu stellen. Dieses sollte einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Er wiederholte seine Absicht, die dabei notwendigen massiven personellen Kürzungen weitestgehend sozial abzusichern. Auf eine entsprechende Frage des Chefs der 6. Flottille bezüglich des Basierungssystems äußerte er, daß der Stützpunkt Warnemünde erhalten bleiben soll und der Stützpunkt Peenemünde als Anlaufhafen vorgesehen werden könnte. (mit einem Personaleinsatz von 10 - 15 Personen) Der eingeladene Kommandeurskreis zeigte sich nach Abschluß dieser Maßnahme sehr betroffen und war teilweise schockiert. Er leitete die Schlußfolgerung ab, daß ihre Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate nur noch darin bestehen würde, als “Konkursverwalter” zu fungieren. Zwangsläufig drängt sich die Schlußfolgerung auf, daß die seeseitige Sicherung der Küste der bisherigen DDR von den Einheiten der jetzigen Bundesmarine übernommen wird, während die einsatzklaren Minenabwehr-, Küstenschutzschiffe und Schnellboote der bisherigen Volksmarine trotz ausreichender Absicherung mit Betriebsmitteln in den Häfen festliegen. Das widerspricht den bisherigen Vorstellungen, mit ausgewählten Schiffstypen der Volksmarine einen eigenen Beitrag zur Sicherung der deutschen Ostseeküste über einen längeren Zeitraum leisten zu können. Schon vorher auf diese Möglichkeit hin angesprochen, äußerte Vizeadmiral Mann, daß dies der Haushalt der Bundesmarine nicht zulasse. Am 06. 09. 1990 wurde im Ergebnis einer Fragestunde im Ministerium für Abrüstung und Verteidigung, an der der Chef Personal und Leiter Abteilung Finanzökonomie teilnahmen, bekannt, daß für alle Berufssoldaten die Möglichkeit der Inanspruchnahme lt. den versorgungsrechtlichen Bestimmungen der NVA folgen müßte, um nach dem 31.12.1990 bei einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Entlassung, wenigstens noch diese Versorgungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen zu können. Da inzwischen bekannt wurde, daß der Endbestand der bisherigen Volksmarine ca. 1,5 - 2 tausend Mann betragen soll, entwickelt sich in einem hohen Tempo eine “Massenpsychose” der Berufssoldaten, mit der Tendenz, schnellstens die Entlassung einzureichen. Davon sind alle Altersgruppen der Berufssoldaten erfaßt. Aufgrund der Kürze der Zeit des Aufenthaltes des Herrn Vizeadmiral Mann konnte ein abschließendes Gespräch des Chefs der Volksmarine nicht mehr zustande kommen. Am 05. 09. 1990 lag auch das Ergebnis der Fragestunde noch nicht vor. Zum anderen häuften sich Anfragen der am Gespräch beteiligten Kommandeure, deshalb führte der Chef der Volksmarine ein Telefongespräch am 06. 09. 1990 mit Herrn Vizeadmiral Mann, um nochmals nachdrücklich auf die Auswirkungen für die gesamte deutsche Marine aufmerksam zu machen. Dringlichkeit ist auch deswegen geboten, weil am Sonnabend, den 08. 09. 1990 unter Leitung von Herrn Vizeadmiral Mann eine Beratung zur möglichen Struktur der Marine in Bonn stattfindet. Diese soll dem Minister für Verteidigung in Bonn zur Entscheidung vorgelegt werden.
Born Vizeadmiral
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